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Delitzsch Löbnitzer Wehr rüstet auf
Region Delitzsch Löbnitzer Wehr rüstet auf
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19:31 22.02.2010
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Löbnitz

Der löst nun seinen 23 Jahre alten Vorgänger ab, der 2003 aus dem Landkreis Marburg/Biedenkopf (Hessen) seinen Weg ins Nordsächsische fand. Auch ein Notstromaggregat-Hänger gehört neuerdings zur Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Löbnitz. Sieben Jahre lang leistete das in Mittelhessen ausgemusterte Fahrzeug noch treue Dienste in der Gemeinde Löbnitz, doch mit Zusagen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung entschied sich die Kommune für die rund 40000Euro teuere Neuanschaffung, die den heutigen technischen Anforderungen und Sicherheitsstandards entspricht. Den Zuschlag erhielt die Bad Dübener Firma Kühne und den feuerwehrtechnischen Ausbau übernahm Autodienst Döbernitz-Löbnitz.   [gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_661]   80 Prozent der Investition wurden gefördert. Und Häublein ist sich sicher, dass der neue VW Crafter mit seinem 2,5 Liter-Dieselmotor und 163 Pferdestärken günstiger in der Unterhaltung sein wird als sein Vorgänger. Das Fahrzeug, das mit neun Sitzen ausgestattet ist, verfügt unter anderem über einen modernen Blaulichtbalken, einem Einsatzhorn mit Stadt-Land-Umschaltung, eine Sprachdurchsageanlage, mit der im Bedarfsfall die Bevölkerung vor drohenden Gefahren gewarnt werden kann und eine Radioaufschaltung, um bei Katastrophenlagen Nachrichtensendungen übertragen zu können. Im Lichtbalken ist außerdem eine seitliche Umfeldbeleuchtung integriert, die das Arbeiten in der Dunkelheit erleichtern soll. „Das Fahrzeug wird zukünftig mit einer tragbaren Hochdrucklöscheinrichtung, zwei Atemschutzgeräten, mehreren Kleinlöschgeräten sowie mit Geräten zur technischen Hilfeleistung ausgerüstet sein“, erklärte der Wehrleiter weiter. Damit könne das neue Auto im Ernstfall auch als selbständige taktische Einheit fungieren. Mit neun Sitzen dient es natürlich vor allem dem Personentransport. Die Anschaffung des Notstromaggregates mit einer Dauerleistung von knapp 40 Kilowatt wurde ebenfalls über das Konjunkturprogramm II realisiert. 80 Prozent der 13000-Euro-Investition kommen aus diesem Fördermitteltopf. Der mobile Generator dient vorrangig der Stromerzeugung bei Großschäden und Katastrophen. Häublein erläuterte, dass mit dem Gerät zum Beispiel das Begegnungshaus, das Heizhaus, die Schule, der Kindergarten oder das Altenpflegeheim mit Elektroenergie versorgt werden könnten. „Es ist beruhigend, dass wir solche Technik nun im Ort haben“, so der Wehrleiter. In diesem Zusammenhang erinnerte er, dass es trotz Pflichtaufgabe der Kommune nicht selbstverständlich sei, als Feuerwehr von der Verwaltung und den Gemeinderäten den erforderlichen Rückenhalt zu bekommen. Er dankte auch dem Landratsamt, das die Investition befürwortet hatte, sowie den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft, wisse er doch, „dass es immer schwieriger wird, das Ehrenamt Feuerwehr mit dem Berufsleben in Einklang zu bringen“. Auch Bürgermeister Wohlschläger sieht in den Neuanschaffungen gut investiertes Geld für die Sicherheit in der Gemeinde und den Schutz der Bevölkerung. „Extras stehen nicht im Konjunkturpaket“, bemerkte Walter Dahlke, der Vorsitzende des Feuerwehrfördervereins. Er verriet, dass sein Verein die Kosten für die Frontblitzer übernommen habe. Glückwünsche und Geschenke erhielten die Löbnitzer Kameraden auch vom ehemaligen Pfarrer Friedemann Steiger aus Krippehna sowie von den Kameraden aus Hohenroda und Pouch.

Heike Nyari

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