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Delitzsch Löbnitzer dreht Lutherfilm
Region Delitzsch Löbnitzer dreht Lutherfilm
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07:00 04.05.2017
Pfarrer Matthias Taatz (Mitte) schlüpft in die Rolle des Bruder Martin. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Löbnitz

Auf dem Dorfplatz von Löbnitz steppte nach dem traditionellen Aufstellen des Maibaumes der Bär. In der evangelischen Kirche in der unmittelbaren Nachbarschaft ging es hingegen sehr besinnlich zu. Die Vorbereitungen auf eine ganz besondere Filmvorführung gestalteten sich zunächst etwas aufwendig, weil der private Projektor erst herbeigeholt und entsprechend eingestellt werden musste. Dem Hobbyfilmer Eckhard Bussian gingen dabei seine Frau Inge und auch einige Freunde tatkräftig zur Hand, sodass sich diese Angelegenheit schnell erledigte.

Material über Jahre gesammelt

Bussian zeigte einen zum Lutherjahr selbstgedrehten, etwa 30 Minuten langen Film, der sich mit dem Reformator in Eisleben, Wittenberg und Löbnitz beschäftigt. „Es hat wirklich Jahre gedauert, das viele Material zu sammeln“, erzählt der Tierarzt im Ruhestand. Aber nicht nur das: Sein Film ist zudem auch sehr aktuell, greift er doch auch die Taufe einer jungen Frau in Reibitz auf, die erst zu Ostern stattgefunden hat. Bussian hat demnach bis kurz vor der Uraufführung noch an seinem Filmstreifen gearbeitet.

Mitwirkende sind auch Gäste

Die zahlreichen Gäste in der Kirche waren sehr gespannt auf das Ergebnis. Nicht wenige sahen sich in dem Film wieder. Sie warteten zudem geduldig, bis sich die Lichtverhältnisse in der Kirche so änderten, dass der Streifen auf der Leinwand tatsächlich in Farbe und auch von allen Plätzen aus gut zu sehen war. Pfarrer Matthias Taatz ließ die Glocken des Gotteshauses ausklingen, eher er das Wort ergriff. Wenig später erschien er zudem in der Rolle des Bruder Martin, an seiner Seite Katharina von Bora, bekanntlich seine spätere Frau, dargestellt von Juliane Hentsch.

Luther steigt von der Decke

Eckhard Bussian verwendete für seinen Film unter anderem öffentliche, historisch angelehnte Auftritte Luthers in Eisleben und in Wittenberg, zeichnete damit die Lebensabschnitte nach. Viel Zeit widmete sich der Streifen auch der Zeit des Reformers, die er in Löbnitz verbrachte. Nachweislich dreimal soll er im Muldedorf gewesen sein. Schließlich wurde er auch auf der Bilderdecke der Kirche verewigt. Filmisch sehr gut gemacht, ließ Bussian Luther von der Decke zu den Menschen herabsteigen, um sie zu erneuern. Mitglieder des Fördervereins Kirche Löbnitz riefen dazu im Chor. Auch wenn sich viele Löbnitzer im Film sahen, wurde jede Szene andächtig betrachtet. Zum Schluss gab es Beifall für den Filmemacher, weil es ein gelungener und kurzweiliger Streifen ist.

Von Ditmar Wohlgemuth

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