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Delitzsch Löbnitzer machen ihre Mühle schick
Region Delitzsch Löbnitzer machen ihre Mühle schick
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16:21 30.05.2017
Erna Döbler und Bodo Wohlschläger an der Löbnitzer Mühle. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Löbnitz

Für den Pfingstmontag ist an der Mühle Löbnitz alles vorbereitet. Am vergangenen Sonnabend gab es einen Arbeitseinsatz, bei dem in und um die Bockwindmühle alles schick gemacht wurde. Gut 15 Leute kümmern sich jetzt um den Erhalt des 1760 gebauten technischen Denkmals am Ortseingang des Muldedorfes.

Besuch des früheren Mühlenbesitzers

„Bei dem Einsatz haben wir dem ehemaligen Mühlenbesitzer Werner Döbler noch einmal in seine Mühle getragen“, berichtete Bodo Wohlschläger, einer der Organisatoren der Interessengruppe Mühle. Der 85-Jährige soll sehr gerührt gewesen sein, als er aus der ersten Etage des Holzbaues herausschauen konnte. Auch Ehefrau Erna ist glücklich und froh, dass es mit der Mühle weitergeht, sie nicht vergessen wird. „Es ist einfach nur schön“, sagte sie, als Bodo Wohlschläger und Dirk Rudolph die Informationstafel, angefertigt vom Verein Mühlenregion Nordsachsen, am Montagabend anbrachten und bereits neue Pläne schmiedeten. „Die Einnahmen, die wir am Pfingstmontag zusammenbekommen, fließen zu 100 Prozent in die Mühle“, teilte Bodo Wohlschläger mit. Deshalb hoffen die Löbnitzer am Montag, wenn sich in Nordsachsen die Mühlen drehen, auf reichlich Besucher, um mit dem Geld den nächsten Anstrich bezahlen zu können.

Als das nächste größere Projekt, das allerdings noch wirklich ganz am Anfang steht, bezeichnete Dirk Rudolph das Anbringen neuer Ruten. Das Vorhaben kostet jedoch mehrere 10 000 Euro.

Die Löbnitzer Mühlenfreunde wollen erst mal kleine Brötchen backen und ihre Mühle überhaupt wieder bekannt machen. „Sie ist die letzte von drei Bockwindmühlen und einer Schiffsmühle in Löbnitz“, weiß Annett Wohlschläger. Zudem zeichne sie sich durch die Besonderheit eines Schrägstockgetriebes aus.

Von Ditmar Wohlgemuth

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