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Delitzsch Lösung für Schönwölkauer „Todeskreuzung“ in weiter Ferne
Region Delitzsch Lösung für Schönwölkauer „Todeskreuzung“ in weiter Ferne
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16:16 01.05.2018
Stopp-Schilder sollen Unfälle minimieren. Quelle: Thomas Steingen
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Badrina/Lindenhayn

Für ihn ist und bleibt es eine „Todeskreuzung“. So bezeichnet der Schönwölkauer Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU) angesichts diverser schwerer Unfälle die Kreuzung der Kreisstraße 7449 von Gollmenz nach Badrina und Lindenhayn nach Brinnis. Die Straßen treffen scheinbar so aufeinander, dass mancher Autofahrer sich als weit blickend wähnt und seine optische Täuschung samt Tunnelblick zum Unfall führt. Doch von einer Lösung des Problems ist man weit entfernt.

Schönwölkauer Unfallschwerpunkt

Die Kreuzung gilt mittlerweile als Unfallhäufungsstelle. Nach Auswertung der Drei-Jahreskarte (2013 bis 2015) ereigneten sich dort fünf Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Bei allen Unfällen verletzten Benutzer der Ortsverbindungsstraße Brinnis-Lindenhayn die Vorfahrt. Bis auf einen Fall kamen die Unfallverursacher alle aus Richtung Brinnis. Mit Stopp-Schildern und Haltelinien soll seit vergangenem Jahr mehr Sicherheit einziehen. Die Geschwindigkeit der vorfahrtsberechtigten Straße ist im Kreuzungsbereich auf 70 Kilometer pro Stunde begrenzt. In der Nebenrichtung wird mit dem Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ und dem Zusatz „STOP in 150 Metern“ gewarnt. Ausholzen und Abmähen der Randbereiche haben auch nicht zur endgültigen Beruhigung geführt. „Baulich gibt es nach wie vor keine Lösung“, berichtet Tiefensee. Die Polizei und auch der Landkreis würden zwar einen Kreisverkehr befürworten, eine etwaige Finanzierungsfrage sei bei Weitem nicht geklärt. Und wie zuletzt in Delitzsch an der dortigen „Todeskreuzung“ muss klar sein, dass man lange warten kann, bis ein Kreisel überhaupt gebaut würde. Eine Verkehrssichtung vor Ort hat für die Schönwölkauer Kreuzung zudem ergeben, dass ein Sichtschutz keine Lösung ist.

„Ich träume nach wie vor von einer Versetzung der Straße“, betont der Bürgermeister. Tiefensee kann sich vorstellen, die Straße aus Richtung Brinnis leicht versetzen zu lassen, um so zu verhindern, dass ohne Schauen über die Straße gerauscht wird. Das Problem ist aber, dass der Ortschaftsrat Lindenhayn, auf der Gemarkung des Ortsteils liegt die Kreuzung, nicht dafür ist.

Von Christine Jacob

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