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Delitzsch Lücken bei der Notarztversorgung in Nordsachsen: Lösung in Sicht
Region Delitzsch Lücken bei der Notarztversorgung in Nordsachsen: Lösung in Sicht
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14:19 21.07.2010
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. Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Sächsische Notärzte, des Krankenhauses Delitzsch, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landkreisverwaltung suchten und fanden Lösungen. 

In Nordsachsen gibt es Notarztstandorte in Delitzsch, Eilenburg, Schkeuditz, Taucha, Torgau, Oschatz und Wermsdorf. Verantwortlich für die Absicherung der notärztlichen Tätigkeit ist die Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Notärzte (Arge Näv). Die ist dann auch dafür zuständig, eventuelle Lücken zu schließen. In den vergangenen Monaten traten an den einzelnen Standorten mit unterschiedlichen Dienstsystemen immer häufiger Probleme bei der Besetzung mit Notärzten auf. Bad Düben ist inzwischen trotz Bemühungen komplett weggefallen. Am Standort Waldkrankenhaus Bad Düben stand in den vergangenen Jahren werktags ein Notarzt zur Verfügung. Ende 2009 informierte die Klinikleitung darüber, dass aufgrund einer zu dünnen Personaldecke diese Tagdienste nicht mehr abgesichert werden können und dass sich einige Notärzte nur noch am Nachtdienst am Standort Eilenburg beteiligen würden. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Einsätze im vergangenen Jahr bei den Rettungswagen von 19 629 Einsätzen 2007 auf 22 349 Einsätze; bei den Notarztfahrzeugen von 12 228 Einsätzen 2007 auf 14 225 Einsätze. Patienten werden dadurch immer häufiger nach ihrer Erstversorgung in spezialisierte Einrichtungen außerhalb des Landkreises verbracht. Dadurch verlängern sich die Einsatzzeiten.

„Für uns als Landkreis ist die abstrichlose Erfüllung dieses Sicherstellungsauftrages an 365 Tagen an 24 Stunden sehr wichtig, geht es doch letztendlich um die flächendeckende Gewährleistung der notärztlichen Versorgung", sagte Landrat Michael Czupalla (CDU). Die Zeitspanne von einem Unfallereignis bis zum Zeitpunkt der ärztlichen Behandlung sei maßgeblich für die Überlebenschance der Patienten. Zwischen dem flachen Land und den Städten gibt es Unterschiede. Der Notarzdienst in Städten ist effektiver, allein aufgrund der Entfernungen und der Bevölkerungsdichte. „Dem müssen wir uns stellen. Städte wie Leipzig, Chemnitz oder Dresden haben diese Probleme nicht", sagte Dezernentin Angelika Stoye. In diesen Städten seien die Einsatzfrequenz und die Fallzahlen höher, Ärzte erhalten zudem eine bessere Vergütung.

Drei wesentliche Punkte stehen nach der Beratung im Protokoll. So kommt die Bezahlung der Notärzte auf den Prüfstand. Mit besseren Konditionen sollen Anreize geschaffen werden. Die Arge Näv hat einen Vertrag mit der Universität Leipzig geschlossen. Die Uni soll die Standorte Taucha und Eilenburg in ihren Rettungsbereich einbeziehen und mit versorgen. Dort freiwerdende Kapazitäten können an anderen Standorten genutzt werden. Aus der Ärzteschaft kam die Anregung, dass niedergelassene Anästhesisten Notarztdienste verrichten sollen. Sie müssten dafür vom Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst befreit werden. Anästhesisten haben eine Notarzt-Befähigung. „Ich glaube, mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein. Das sind lösungsorientierte Ansätze", so Stoye.

Frank Pfütze

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