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Delitzsch Mähdrescher scheren Felder kahl
Region Delitzsch Mähdrescher scheren Felder kahl
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18:07 12.07.2010
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. Es folgen der Raps, Weizen und Roggen. Die Erträge und Qualitäten fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Probleme bereiten vor allem Weizen und Roggen, wo es Mindererträge gibt. Bei Wintergerste und Raps wird von guten Ergebnissen ausgegangen. Im Altkreis Delitzsch gibt es ungefähr 60 000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche.

Das Gros der Betriebe wird die Wintergerste noch in dieser Woche von den Feldern geholt haben. „Der Ertrag ist gut, die Qualität jedoch den Witterungsbedingungen angepasst. Im Großen und Ganzen sind wir aber auch mit der Qualität zufrieden", sagte Peter Birke, Vorsitzender des Regionalbauernverbandes Hermann Schulze-Delitzsch, gestern auf Anfrage der Kreiszeitung. An die Wintergersten-Ernte schließt sich die Raps-Mahd an. Die ersten Betriebe führten gestern bereits einen Probedrusch durch. Bis Ende kommender Woche soll die Raps-Mahd abgeschlossen sein. Auch beim Raps rechnen die Landwirte mit einem durchschnittlich guten Ertrag. Es sei dabei natürlich zu beachten, dass auf leichten Böden (sandige Böden) der Ertrag geringer ist, als auf schweren Böden, sogenannten Lößböden.

Große Sorgen deuten die Weizen- und Roggenfelder an. „Wir erwarten einen Minderertrag. Die extreme Hitze und Trockenheit macht sich bemerkbar. Wir gehen von 30 Prozent weniger aus, im Vergleich zu den vergangenen Jahren", so Birke.

„Die Witterung bereitet uns in diesem Jahr große Sorgen und Probleme. Die ausbleibenden Niederschläge können nicht kompensiert werden. Hinzu kommt, dass die Preise für unsere Feldfrüchte im Keller sind", klagt Birke.

Sollten jedoch in diesen Tagen wenigstens 20 Millimeter Niederschlag fallen, das sind 20 Liter pro Quadratmeter, könnten sich die Verluste reduzieren. Jeder Halm und jedes Blatt Getreide können Feuchtigkeit aufnehmen, solange sie grün sind.

Auf den Maisfeldern sind momentan schlechte Bestände auf den leichten Böden zu beobachten. Auf den schweren Böden sieht es hingegen besser aus. Mindererträge gehen dann auch mit einer schlechteren Qualität einher. Angebaut wird hier in der Region Futter- und Körnermais. Die Maisernete erfolgt im Oktober.

Die Landwirte berieseln vereinzelt ihre Böden, dass sei jedoch eher die Ausnahme. Zu sehen sind solche Beregnungsanlagen unter anderem vor den Toren Delitzschs, wo das Unternehmen Lienig seine Kartoffeln und Zuckerrüben mit Wasser versorgt.

In der momentanen Situation ist es wichtig, dass sich die Landwirte weitere Standbeine sichern, verrät der Experte. Dies erfolgt beispielsweise mit Biogas- und Fotovoltaikanlagen. Die Landwirte sind aufgefordert, bis zu 30 Prozent ihrer Einkünfte aus nichtlandwirtschaftlicher Produktion zu erzielen.

Frank Pfütze

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