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Delitzsch Majore auf Stippvisite in Delitzsch
Region Delitzsch Majore auf Stippvisite in Delitzsch
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08:00 15.05.2016
Die beiden Majore Ivan Ivandic (links) und Afrim Shala besuchen die Unteroffiziersschule des Heeres und die Stadt Delitzsch im Rahmen eines Truppenpraktikums. Quelle: Ditmar Wohgemuth
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Delitzsch

Sie sind beeindruckt von der Feldwebel-Boldt-Kaserne in Delitzsch. Von der Anlage, vom modernen Stil, aber auch von den Ausbildungsmöglichkeiten und von der Truppenküche. Man sieht es ihnen an, allerdings für eine ausführliche Beschreibung fehlt den beiden ausländischen Offizieren noch der nötige Wortschatz. So geht es den beiden Majoren Afim Shala und Ivan Ivandic auch, als sie ihre Einrücke von Delitzsch nach einem Stadtrundgang schildern.

Beide hielten sich kürzlich in der Unteroffiziersschule des Heers (USH) in Delitzsch auf. Der Besuch war Bestandteil des Lehrgangs Generalstabsdienst International und diente dem Bekanntmachen mit den Aufgaben, dem Aufbau und der Organisation der Bundeswehr. Momentan absolvieren beide einen intensiven Sprachlehrgang über mehrere Monate, der im Juli mit einer Prüfung abschließt. Beim Truppenpraktikum in Delitzsch sollten sie vor allem ihre militärfachsprachlichen Kenntnisse vertiefen, ehe sie den Generalstabs-Lehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in deutscher Sprache absolvieren.

Major Shala ist Angehöriger der Armee des Kosovo, Major Ivandic dient bei den bosnisch-herzegowinischen Streitkräften. Beide Staaten sind keine Nato-Mitglieder. Trotzdem sieht die Bundeswehrführung in der Ausbildung von ausländischen Offizieren eine wichtige Aufgabe. Sie dient einerseits der Vertiefung der Verbundenheit zu Deutschland, andererseits übernehmen die ausgebildeten Soldaten eine Multiplikatoren-Funktion in ihren Heimatländern. Die Streitkräfte Bosniens und Herzegowina zum Beispiel haben etwa 16 000 aktive Militärs. Im Oktober 2010 beteiligten sie sich mit einem 45-Mann- Kontingent am ISAF-Einsatz in Afghanistan. Angestrebt wird auch die Beteiligung an UN-Einsätzen. Die Zusammenarbeit gelingt deutlich besser, wenn zum einen die Verständigung klappt, zum anderen fundamentale Kenntnisse und Fähigkeiten vorhanden sind. Die eigenen sich die Offizieren bei den angebotenen Lehrgängen an. Dass ihr Deutschlandaufenthalt auch ihrer Karriere dienlich sein kann, bestreiten die Soldaten nicht.

An den Lehrgängen nehmen Soldaten aus unterschiedlichen Nationen teil, diesmal sind es 69. Sie bilden nach Abschluss ein Netzwerk, das auch auf kurzen Wegen funktioniert. „Nur weil man sich dann kennt, ist das überhaupt möglich und effektiv“, sagte Rainer Krebs. Der Presseoffizier der USH begleitete die beiden Majore in Delitzsch.

Von Ditmar Wohlgemuth

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