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Delitzsch Manege frei
Region Delitzsch Manege frei
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16:30 19.05.2015

Mit Begeisterung, viel Fleiß und Ausdauer haben sie in den vergangenen drei Tagen eifrig für die heutige Premiere im Zelt des Circus Fernandi, das neben der Sporthalle aufgeschlagen worden ist, trainiert. Schon am Montag schnupperten die Viertklässler erstmals Zirkusluft, als sie beim Aufbau des Chapiteaus mit anpacken mussten. "Für sie war das eine echte Erfahrung, auch diese Seite des Zirkuslebens einmal kennenzulernen", erzählt Lehrerin Irmgard Jentzsch, die Hauptverantwortliche der Schule für dieses Projekt.

In vier Jahren einmal greift die Schule auf das Zirkusprojekt zurück. "Damit sichern wir, dass jedes Mädchen und jeder Junge während der Zeit an unserer Grundschule das einmal miterlebt", erklärt Schulleiterin Andrea Hildebrand. Für die Kinder sei dieses Projekt etwas Besonderes. Sie schätzt dabei, dass die Klassenverbände aufgelöst sind, jüngere und ältere Schüler gemeinsam ihre Auftritte einstudieren. "Ich bewundere den Mut der Kinder. Viele gehen über sich hinaus, überschreiten Grenzen und kommen mit viel mehr Selbstsicherheit aus dieser Woche." Dies haben ihr viele Eltern bestätigt.

Die fiebern seit Tagen mit ihren Sprösslingen der Aufführung heute Abend, Beginn 18 Uhr, entgegen. Zuvor steigt am Vormittag die Generalprobe. Eingeladen ist auch die Kita des Ortes und somit sind auch die künftigen ABC-Schützen der Schule dabei.

Seit Dienstag wird in der Manege in mehreren Gruppen unter der fachmännischen Anleitung von Sandra Richter, Johanna und Felix Kendler, drei ausgebildete Artisten des Circus Fernandini, geübt. Dabei können sich die Kinder aussuchen, ob sie als Ziegendompteur, Clown, Seiltänzer, Jongleur, Bauchtänzerin oder als Artist am Trapez in der Manege erscheinen wollen. "In der praktischen Arbeit mit den Kindern sehen wir dann, ob sie sich für die jeweilige Nummer eignen und lenken notfalls um, erklärt Felix Kendler. Schließlich soll das Ganze den Kindern vor allem Spaß machen.

Das Training im Zelt ist nur ein Teil der Projektwoche. "Dank der Unterstützung des Gasversorgers Mitgas, der sich an der Finanzierung beteiligt, sind auch ergänzende Angebote möglich", berichtet die Schulleiterin. So studiert Sportlerin Beate Stimm in der Turnhalle mit den Kindern Akrobatikfiguren ein. "Die sind zwar nicht Bestandteil der Zirkusvorführung, wir wollen sie aber zu unserer Schuljahresabschlussfeier zeigen. Das Projekt umfasst darüber hinaus auch Theorie zum Zirkus allgemein und seiner Geschichte. Damit beschäftigten sich die Kinder im Schulgebäude. Dort gestalteten sie unter anderem auch Plakate und Eintrittskarten und lernten Schminktechniken kennen. Schließlich wollen sie heute im Scheinwerferlicht der Manege in ihren bunten Kostümen auch hübsch aussehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.07.2013

Thomas Steingen

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