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Delitzsch Mast brennt - Strom weg
Region Delitzsch Mast brennt - Strom weg
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15:11 19.05.2015
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Die Kameraden der Feuerwehren Kyhna und Zschernitz rückten aus. Um 17.52 Uhr fiel der Strom aus, war es bei rund 1600 Kunden unter anderem in Doberstau, Lissa, Klitzschmar, Kyhna, Quering, Zaasch und Zschernitz zappenduster.

Der Großteil der Kunden wurde durch das Umschalten auf andere Leitungen innerhalb von 90 Minuten wieder versorgt. Für die Doberstauer kam ein Notstromaggregat zum Einsatz, da in diesem Fall ein Umschalten auf andere Leitungen leider nicht möglich war, teilte enivaM gestern auf Anfrage mit. Die rund 40 Kunden mussten über vier Stunden ohne Strom auskommen. Sie waren gegen 22 Uhr wieder am Netz. Das Notstromaggregat wurde aus Grimma angeliefert.

"Der Mast war in Brand geraten, da die Befestigung des Leiterseils defekt war. Das Metall hatte sich so stark erhitzt, dass das Holz Feuer fing", sagte Claudia Anke, Pressesprecherin der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom. Nachdem die Leitung abgeschaltet war, wurde der Brand gelöscht. Der Mast wurde gestern durch einen neuen ersetzt. Die 20 000 Volt führende Leitung war beim Eintreffen der Feuerwehrleute noch nicht vom Netz abgeschaltet. Die Löscharbeiten an dem Mast, der inzwischen abgeknickt war, konnten darum erst kurz nach 21 Uhr beginnen. Bereitschaftsdienst hatte die Audenhainer Firma Elektro-Haupt. Nach Angaben der Feuerwehr brannte der Mast in der Höhe der untersten Leitung ab und stand beim Eintreffen der Kameraden auch noch voll in Flammen. Die Polizei hatte den Brandort weiträumig abgesperrt, weil nicht klar war, ob sich an den angrenzenden Masten aufgrund der höheren Last die Leitungen aus ihren Isolatoren lösen.

Im Dunkeln wagte sich Klaus Nehring an den Einsatzort. "Bei Stürmen ist es hier schon öfter zu Stromausfällen gekommen. Ich hoffe daher, dass man sich einmal dazu entschließt, ein Erdkabel zu verlegen", erzählte der Doberstauer. Daraus wird wohl nichts. "Es ist nicht vorgesehen, die Freileitung durch ein Kabel zu ersetzen, da die Leitung notwendig ist, um den Ort Doberstau zu versorgen", so Claudia Anke. Die Wiedemarer Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos), selber betroffen, lobte gestern die Einsatzkräfte: "Die Leute von enviaM, vom Bereitschaftsdienst und die Feuerwehrleute haben ihr Bestes gegeben. So konnten die Haushalte schrittweise wieder zugeschaltet werden." Ihr sei nicht bekannt, dass durch den Stromausfall Schäden entstanden sind.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2013
Frank Pfütze

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