Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Matschfußball: Spiel für echte Männer und Frauen
Region Delitzsch Matschfußball: Spiel für echte Männer und Frauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 05.08.2012
Die Wöllnauer Raupe im Matsch. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Anzeige
Wöllnau

Erstmals traten zwei Frauenteams an. Erst im Siebenmeter-Schießen gewann die Leipziger Frauencrew gegen das Eilenburg-Authausen-Mix.

Super sauber mit einmal waschen, verspricht die Werbung. Bei den Klamotten, die die Akteure beim Matschfußball tragen, trifft das ganz sicher nicht zu. Die landen nicht mehr in der Waschmaschine. Auch das viel strapazierte Bild, dreckig wie die Schweine, stimmt in diesem Fall nicht, wenn man sich die Spieler nach absolviertem Spiel ansieht. Man würden den Vierbeinern wirklich unrecht tun. Teils knietief ist die braune Suppe, die den Spielern jeden Gang und jedes kontrollierte Abspiel vermiesen. Stephan Guth, Cheforganisator auch der vierten Deutschen Meisterschaft, hat da ganze Arbeit geleistet. Vielleicht hat er es zu gut gemeint? Um die 60 000 Liter Wasser flossen in den gepflügten und geeggten Acker und machten ihn zu dem, was er werden sollte: Matsch der besonderen Art. Jedenfalls konnte sich der Lokalmatador, das Wöllnauer Team, nur in der Vorrunde als Dritter behaupten, die Titelverteidigung vom Vorjahr war damit futsch. Guth siehts sportlich: „So hatte ich Zeit, mich um die anderen, ach wichtigen Dinge zu kümmern." Längst hat er den Ärger um die abgesagt Weltmeisterschaft abgehakt (wir berichteten). Und dann gesteht er, was man kaum glauben mag: „Das Spiel geht richtig in die Knochen." Eine Erkenntnis, die auch Silvio Tietze aus Dresden ungern teilt, „aber es ist so." Der 28-Jährige ist das dritte Mal dabei. „Man muss man nicht verrückt sein, um nach Wöllnau zu kommen?", fragte er sich und wusste die Antwort: „Das ist ein Sport für richtige Männer." Für die „Schwererziehbare" Turbine Dresden-Crew war das Wöllnauer Turnier zugleich der Abschluss für die Saisonvorbereitung. Robert Siegesmund aus Paschwitz, noch ganz außer Atem, gab sein erstes Fernsehinterview. Wiedererkennungswert ungewiss. Er trug noch seine Schlammmaske. Ohne Verluste bestritt Marcel Westphal und Daniel Thalheim vom Team Ultras Morelle das Turnier. Dank spezieller Klebbandtechnik blieben die Schuhe am Fuß. Nicht nur ihnen kam die neue Spielzeit von zweimal zehn Minuten zugute. Stephan Guth hatte sie verkürzt, um die vielen Begegnungen zeitnah über den Acker zu bringen. Das sportlich-kulturelle Spektakel im Dorf zog reichlich Besucher in den Bann, die zuweilen unfreiwillig in die Aktionen einbezogen wurden. Mancher Ball flog eben doch nicht dorthin, wo er sollte, landete auch im Publikum. Das nahm es gelassen. Freute sich über das, was auf schlammigem Boden passierte. Mitnichten blieben die Trikots lange in ihren Farben, eine braune, klebriger Masse verdeckte sie schnell und ließ von dem Body darunter kaum etwas verbergen. Ging bei dem einen oder anderen Akteur der Ehrgeiz durch, so bremste man sich gegenseitig. „Hey, es soll Spaß machen, Montag müssen wir alle wieder arbeiten." Gehört, getan. Es ging friedlich zu auf dem Geläuf, das selbiges kaum zuließ. Ergebnisse: 1. HF: Paschwitz – Wide Lions 2:0 (n.E), 2. HF Turbine Dresden – Boot Camp 0:1 (n.E.), Spiel um Platz drei: Lions – Turbine 2:0, Finale: Paschwitz – Boot Camp 1:2.

Ditmar Wohlgemuth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Sonnabend gegen 18.25 Uhr legte ein Traktorfahrer seinen Hänger in Rackwitz auf die Seite. Auf der Leipziger Straße, unmittelbar hinter der Bahnunterführung, wollte der junge Mann in Richtung Sportplatz abbiegen, als der Hänger kenterte.

05.08.2012

Nach den verkehrsberuhigten Zonen in der Delitzscher Innenstadt oder im Wohngebiet Delitzsch-Nord beabsichtigt die Stadtverwaltung noch in diesem Jahr eine weitere 30er-Zone, in der ausschließlich die Vorfahrtsregelung rechts vor links gilt, einzuführen.

03.08.2012

An der Ortsverbindungsstraße zwischen Beerendorf-Ost und Spröda sind die Bäume im Waldgebiet Spröde in diesem Jahr derart ausgeschlagen, dass ihre Äste weit in das Lichtraumprofil ragen.

02.08.2012
Anzeige