Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Mehr als 1000 Unterstützer für Delitzscher Kita Regenbogen
Region Delitzsch Mehr als 1000 Unterstützer für Delitzscher Kita Regenbogen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:43 19.08.2016
Das Kinderhaus Regenbogen in der Delitzscher Gellertstraße. Quelle: Wolfgang Sens
Anzeige
Delitzsch

Die geplante Schließung der Kita Regenbogen in Delitzsch-Nord stößt auf breiten Widerstand. Eltern haben eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der Einrichtung initiiert – mehr als 1000 Unterstützer setzten inzwischen ihren Namen auf die Liste. Ende des Monats soll der Packen an oberste Vertreter der Stadtverwaltung übergeben werden.

Wie berichtet, arbeitet die Stadt an einer Umstrukturierung der Kita- und Hortlandschaft im Delitzscher Norden und Westen. Zentraler Punkt ist die alte Westschule in der Straße der Freundschaft, die derzeit den Oberschülern aus dem Norden als Ausweichquartier dient. Nach deren Auszug – voraussichtlich im ersten Quartal 2018 – soll das Objekt zum „Hort an der Loberaue“ umgestaltet werden, sofern die avisierten Fördermittel eintreffen. Geschätzte Umbauzeit: bis zu ein Jahr. Dadurch würden in anderen Einrichtungen Kapazitäten frei – und auf das Kinderhaus Regenbogen, die einzige noch unsanierte Kita in Delitzsch, könnte ab Ende 2019 verzichtet werden.

160 Kinder in der Betreuung

So die Strategie der Verwaltung. Im Regenbogen allerdings laufen die Eltern Sturm, unterstützt von Erziehern und dem Träger des Hauses, der Diakonie. 160 Kinder sind in dem voll ausgelasteten Objekt untergebracht. Auch Delitzscher, die von der Schließung nicht direkt betroffen sind, haben für den Erhalt unterschrieben. „Wir haben uns bewusst für das Betreuungskonzept dieser Kita entschieden“, erklärt Diana Jäger vom Elternrat. Die altersgemischten familienähnlichen Gruppen, der weitläufige naturnahe Garten mit altem Baumbestand, die erst modernisierte hauseigene Küche, nicht zuletzt die evangelische Prägung: All das macht die Kita aus Sicht der Eltern einzigartig. „Warum haben die verantwortlichen Personen bei einer so existenziellen Entscheidung nicht im Vorfeld das Gespräch mit Eltern und Erziehern gesucht?“, fragt Diana Jäger.

Gefordert wird nun eine Anhörung, ein Gespräch zwischen Betroffenen und Verwaltung. Das könnte am 30. August stattfinden, wenn die Unterschriften um 15.30 Uhr vor dem Rathaus übergeben werden.

Von Kay Würker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis Ende 2018 hat der Abwasserzweckverband Unteres Leinetal noch Zeit, um sein Entwässerungskonzept umzusetzen. In diesen Tagen hat er mit der Ortserschließung von Brinnis begonnen, dessen Schmutzwasser künftig in der Kläranlage Hohenroda gereinigt werden soll. Dazu muss das Klärwerk erweitert und eine Leitung nach Hohenroda gebaut werden.

19.08.2016

Einst war der kleine Ort Kletzen eine selbstständige Gemeinde, mit allem, was zu einem Dorf gehört. Vieles davon ist verschwunden, doch die Kletzener leben gern in ihrem Ort. Feuerwehr und Förderverein Kirche kümmern sich um das dörfliche Zusammenleben. Der schlechte Zustand der Kirche und fehlende Bauplätze bewegen die Menschen.

09.03.2017

Die Wiedemarer Kleingartenanlage Freundschaft will attraktiv für Jung und Alt sein. Derzeit gibt es deutlich mehr Anfragen aus Wiedemar als früher, erkennt Vereinsvorsitzender Holger Hering. Dem Vorstand kommt es aber auch darauf an, Gärten altersgerecht zu gestalten, damit ihn die Senioren möglichst lange bewirtschaften können. Hochbeete stehen hoch im Kurs.

18.08.2016
Anzeige