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Delitzsch Mehr als nur ein Jahr Rasenball
Region Delitzsch Mehr als nur ein Jahr Rasenball
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17:47 31.05.2010
Die Spieler der 1. Herren-Mannschaft des ESV Delitzsch. Vorn in der Mitte: Dietmar Beiersdorfer und Ralph Zahn. Quelle: Michael Denef
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Delitzsch

Den entsprechenden Kooperations-Vertrag unterzeichneten ESV-Abteilungsleiter Ralph Zahn und RB-Fußballboss Dietmar Beiersdorfer, noch bevor die Bullen in der Führungsetage des Oberliga-Teams aufräumten. Trainer Tino Vogel und Sportdirektor Joachim Krug mussten am Sonntag ihre Posten räumen (wir berichteten). Zehn Spieler der Delitzscher wollen sich bei den Rasenballern durchbeißen, der Rest verstärkt die zweite ESV-Mannschaft in der Bezirksklasse. Beide Truppen wollen den sofortigen Aufstieg schaffen. Doch der Männerbereich steht nur auf den ersten Blick im Fokus.

„Wir arbeiten künftig auch im Nachwuchs mit RB zusammen. Es ist beiden Vereinen wichtig, die Kinder und Jugendlichen vor Ort auszubilden", sagt Zahn. Für die aus Österreich finanzierten Bullen sei es von besonderer Bedeutung, in der Region Fuß zu fassen, den Club in Ruhe weiter aufzubauen. Und so war es passenderweise Leipzigs Nachwuchschef Ivo Neubauer, der vor fünf Wochen den Kontakt in die Loberstadt herstellte. Den Blick gen ESV wandte er übrigens nach einem freundlichen Hinweis des Delitzschers Frank Seebach, dessen Sohn bei RB in der B-Jugend kickt. „Wir haben mehrere Gespräche geführt und dann ging plötzlich alles ganz schnell", erzählt Zahn.

Nicht wenige Clubs waren an einer Zusammenarbeit mit den Messestädtern überaus interessiert. Den Zuschlag bekam der ESV. „Weil ihnen unser nachhaltiges Konzept am Besten gefiel. Die Partnerschaft soll nicht schon nach einem Jahr wieder vorbei sein", so Zahn. Natürlich sei man auch Kompromisse eingegangen. Etwa ein Stück der eigenen Identität herzugeben. „Bis jetzt stehen aber alle hinter der Entscheidung, nicht einer hat den Verein verlassen. Wir ziehen alle an einem Strang."

Als Gegenleistung greifen die Bullen dem chronisch klammen ESV finanziell etwas unter die Arme. Unterstützten die Eisenbahner zum Beispiel beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes. Zuvor gab es für die insgesamt 14 Mannschaften des Vereins gerade einmal zwei Rasenplätze.

Gespielt werden soll auch in der kommenden Saison noch in Delitzsch. „Zu 99 Prozent", so Beiersdorfer. Wie es dann weiter geht, bleibt abzuwarten. „Mir war es wichtig, den Bezirksliga-Fußball in Delitzsch zu erhalten", erklärt Zahn. Dafür könnte in der kommenden Saison die zum 1. Team mutierende 2. Mannschaft mit einem Aufstieg sorgen. Die Trainingseinheiten der neuen Bullen-Reserve finden übrigens bereits ab Sommer in der Egidius-Braun-Sportschule in Abtnaundorf statt.

Johannes David

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