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Mehrheit der Delitzscher Mieter ist mit dem Wohnumfeld zufrieden

Wohnungsgesellschaft Mehrheit der Delitzscher Mieter ist mit dem Wohnumfeld zufrieden

Mit rund 2300 Mietern ist die Wohnungsgesellschaft der größte Vermieter in Delitzsch. Und die Mehrheit dieser Mieter wohnt gern in den Blöcken der Wohnungsgesellschaft und ist auch mit der Arbeit ihres Vermieters zufrieden. Das bestätigten sie in einer Umfrage des Wohnungsunternehmen.

Viele Gebäude wie hier in der Friedrichshafener Straße hat die Wohnungsgesellschaft Delitzsch in den zurückliegenden Jahren sanieren lassen.

Quelle: Thomas Steingen

Delitzsch. Der überwiegende Teil der rund 2300 Mieter der Wohnungsgesellschaft Delitzsch (WGD) ist mit seiner Wohnsituation zufrieden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die WGD im ersten Quartal dieses Jahres durchgeführt hat. Die Teilnahme an der Umfrage war freiwillig. Rund 600 Mieter füllten die Fragebögen aus oder beteiligten sich übers Internet. Davon äußerten sich 20,6 Prozent sehr zufrieden und 67,4 Prozent zufrieden mit ihrer Wohnsituation.

„Auch wir sind mit den Antworten zufrieden“, sagt WGD-Geschäftsführer André Planer. Das, was kritisch bewertet worden sei, helfe gegenzusteuern. „Es sind aber keine generellen Probleme angeführt worden, weswegen wir sofort einhaken müssten“, so Planer weiter. Das rund ein Viertel der Mieter sich die Zeit genommen hat, an der Umfrage teilzunehmen, wertet der WGD-Chef als ein positives Zeichen.

Treue zum Standort

Immerhin rund 79 Prozent gaben an, dass sie mit der Betreuung seitens der WGD-Mitarbeiter zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden sind. Lediglich rund drei Prozent sind es nicht. Auch mit der Arbeit der Hausmeister ist die überwiegende Mehrheit (rund 85 Prozent) einverstanden. 5,5 Prozent kritisierten deren Tätigkeit. Auch an einen Wohnungswechsel innerhalb der nächsten Jahre denkt die Mehrheit der WGD-Mieter nicht. Und jene, die dies ins Auge fassen, geben nachvollziehbare Gründe an. „Manche wollen sich Wohneigentum schaffen, andere sich vergrößern oder verkleinern, mit einem Partner zusammenleben, von oben nach unten beziehungsweise in eine barrierefreie Wohnung ziehen“, zählt Planer einige Beweggründe auf.

Auch das Nachbarschaftsverhältnis in den WGD-Blöcken wird zum überwiegenden Teil positiv bewertet. Nur 5,2 Prozent sind diesbezüglich unzufrieden und 2 Prozent sehr unzufrieden. Wobei in Delitzsch-Ost, in der Innenstadt und den Ortsteilen die Zufriedenheit am höchsten ist. „Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen, Pakete für den anderen anzunehmen oder den Briefkasten zu leeren, ist weit verbreitet“, berichtet Jessica Wiedling, die die Umfrage ausgewertet hat. Auch die Bereitschaft, Nachbarkindern Schulhilfe anzubieten oder als Hundesitter einzuspringen, sei ausgeprägt.

War bei der letzten Umfrage vor acht Jahren gefragt worden, ob Fahrradhäuschen gewünscht wären, zielte diesmal eine Frage darauf ab, ob die Mieter Waschmaschinen als Münzgeräte in einem Gemeinschaftsraum im Keller nutzen würden. „Dies wird aber klar abgelehnt“, so André Planer. Anlass für diese Frage ist die Tatsache, dass es vor allem in den Bädern in Delitzsch-Ost sehr eng ist, sodass Waschmaschinen nicht mit reinpassen. Viele haben ihre Geräte deshalb in der Küche.

Internet kaum beachtet

Sehr konservativ äußern sich die Mieter, in welcher Form sie Informationen der WGD erhalten möchten. Ganz oben in der Gunst rangieren der Briefverkehr und Aushänge im Haus. Das Internet spielt eine untergeordnete Rolle. 57 Prozent kennen die Internetseite der WGD nicht. „Viele gaben auch an, keinen Internetzugang zu haben“, sagt Jessica Wiedling. Da wundert es nicht, dass bisher kaum Schadensmeldungen online angezeigt werden. 58 Prozent kennen diese, 2012 eingeführte Form der Schadensmeldung nicht.

Von den 600 Mietern, die sich an der Umfrage beteiligten, sind 1,4 Prozent unter 20 Jahren, 13,9 Prozent 30 bis 39 Jahre, 29,7 Prozent 40 bis 59 Jahre, 32,8 Prozent 60 bis 75 Jahre und 19,8 Prozent über 75 Jahre alt. 2,4 Prozent machten keine Altersangabe.

Von Thomas Steingen

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