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Delitzsch Merkur verletzt - Voltigierer Daniel Kaiser geht bei Weltreiterspielen mit Airbus an den Start
Region Delitzsch Merkur verletzt - Voltigierer Daniel Kaiser geht bei Weltreiterspielen mit Airbus an den Start
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09:23 16.09.2010
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Delitzsch

Kluger musste zunächst ins Krankenhaus, konnte die Klinik mit leichteren Blessuren und Prellungen aber wieder verlassen. Schlimmer erwischte es den Vierbeiner: Merkur hat sowohl an den Vorder- als auch an den Hinterbeinen tiefe Wunden erlitten, die derzeit noch in der Tierklinik der Uni in Leipzig versorgt werden. Bei der WM kann er nicht starten.

Für Gerhard Kluger und seinen Schützling ist das ein schwerer Rückschlag. In wenigen Tagen sollten Longenführer und Pferd Daniel Kaiser über den großen Teich begleiten. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Deshalb war der Trainer mit dem Pferd auf dem Hänger auf dem Weg zum Schmied in die Messestadt. "Auf der B184 kam mir ein dunkler Golf entgegen. Kurz vor mir zog er plötzlich in meine Spur, riss einen Spiegel weg und rammte dann den Hänger", so Kluger.

Der erste Blick danach galt der Pferdebox. "Als ich die gesehen hab, fiel alles in mir zusammen." Der Hänger war völlig zerstört. Doch Merkur in der Box stand auf allen vier Beinen. Der 62-Jährige konnte das Pferd herausgeleiten. "Es hat gezittert, stand unter Schock. Wir wussten zunächst nicht, wie schwer die Verletzungen sind." Später in der Tierklinik die beruhigende Diagnose: Es ist nichts gebrochen, die Aussichten auf eine komplette Genesung stehen gut.

Doch die tiefen Wunden an Vorder- und Hinterbeinen und auch die psychischen Folgen für das Pferd werden zum Verheilen viel Zeit brauchen. Zeit, die Kluger und Kaiser nicht mehr haben. Auch einen Tag nach dem Unfall sitzt der Schock tief: "Die Ereignisse wirken auf mich noch vollkommen irreal. Unser Traum Kentucky 2010 - auf den wir seit vielen Monaten hingearbeitet hatten - ist allerdings in der Form, in der wir ihn erleben wollten, zehn Tage vor dem Abflug geplatzt", so Daniel Kaiser.

Doch der 23-Jährige gibt sich kämpferisch: "Ich werde in Kentucky an den Start gehen. Nach jetzigem Stand steht mir das Pferd Airbus mit Longenführerin Irina Lenkeit zur Verfügung." Heute fährt Kaiser nach Hannover, um erstmals auf Airbus zu trainieren. "Ich weiß, dass er sehr zuverlässig ist, ich komme mit seinem Galoppsprung gut zurecht." Seine Titel-Ambitionen hat er trotzdem längst noch nicht begraben. Denn nur um dabei zu sein, fahre er nicht hin.

Daniel Kaiser hofft, dass er Kentucky trotzdem gemeinsam mit seinem Trainer bestreiten kann. "Das ist mir sehr wichtig." Am Mittwoch dann die erlösende Nachricht von Bundestrainerin Ursula Ramge. Auch der Trainer kann mitfahren. Kathrin Kabelitz

Kathrin Kabelitz

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