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Delitzsch Monheim trifft Delitzsch
Region Delitzsch Monheim trifft Delitzsch
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17:04 21.07.2011
Die Schüler aus Monheim zu Gast im Delitzscher Tiergarten. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

In dieser Woche hatten sie nun endlich die Gelegenheit, Delitzsch einmal live zu erleben.

„Im Unterricht haben wir uns schon viel mit der ehemaligen DDR beschäftigt“, erläuterte Lehrerin Anke Abel einen Hintergrund des Besuchs. Seit der Wende sind Monheim und Delitzsch Partnerstädte. Für die Kinder sei schnell klar gewesen: „Wir fahren hin und schauen, wie es jetzt ist.“ Zwei Jahre ist es bereits her, dass die Schüler unter dem Stichwort „Seid bereit, immer bereit – eine Zeitreise in die DDR“ an einem Wettbewerb zur politischen Bildung teilgenommen hatten. Die Partnerschaft mit der Artur-Becker-Mittelschule half dabei: „Die Lehrer konnten uns mit viel Material unterstützen“, berichtet Anke Abel. Den Wettbewerb haben ihre Schützlinge mit ihrem fiktiven Tagebuch eines Kindes, das in den 1980er-Jahren in der DDR gelebt haben könnte, schließlich gewonnen. Das Preisgeld investierten sie in die Reise nach Delitzsch.

Aber vor Ort ging es nicht nur um die DDR-Vergangenheit: Die 28 Siebtklässler besuchten Schulze-Delitzsch-Haus, das Museum im Barockschloss, Schokoladenfabrik und den Tiergarten. Im Rathaus ließ sich Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) von zahlreichen Fragen löchern. Leipzig stand ebenfalls auf dem Routenplan. Über das Mittelalter hätten sie im Unterricht schon viel gehört, am Lober schließlich einen lebhaften Eindruck gewonnen, wie etwa alte Wehranlagen ausgesehen haben. „Delitzsch hat eine viel schönere und größere Altstadt als Monheim, die Leute hier sind auch viel ruhiger“, zieht die 13-jährige Angelina Sauer Fazit zum Eindruck von der Loberstadt. Und auch der vollkommen andere Dialekt sei zwar ungewohnt aber irgendwie „schon cool“, waren sich die Schüler zum Ende ihres Besuchs einig. Am Donnerstag ging es schon wieder zurück nach Nordrhein-Westfalen.

Für Lehrerin Anke Abel ist der Wandel, den Delitzsch hingelegt hat, schlicht beeindruckend: „Es hat sich sehr viel getan. Manchmal hat man das Gefühl, gar nicht so schnell gucken zu können. Vor allem am Schloss wird das sehr deutlich.“ Bereits 1990 fanden Ustinov-Gesamtschule und Artur-Becker-Mittelschule zueinander, pflegen seitdem regelmäßigen Austausch. „Daraus ist inzwischen eine enge Freundschaft gewachsen“, so Anke Abel, die Delitzsch bereits zu Schlossfest oder Peter und Paul erlebt hat und befreundete Lehrer aus Delitzsch regelmäßig am Rhein begrüßt. Der Besuch jetzt sei sicher nicht ihr letzter und auch die Schüler waren sich einig: „Wir kommen bestimmt mal wieder, es gibt noch viel zu sehen.“

Christine Jacob

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