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Mühle Hohenroda braucht dringend Reparatur

Wahrzeichen in Not Mühle Hohenroda braucht dringend Reparatur

Ein beliebtes Ausflugsziel ist flügellahm. Die Bockwindmühle Hohenroda, beliebt auch als Hochzeitsort, ist durch ein Unwetter nun stark reparaturbedürftig. Passiert nichts, kann die windgängige Mühle so nicht betrieben werden. Aus Sicherheitsgründen ist das Areal teilweise abgesperrt.

Während die anderen Latten gut sitzen, ist der Flügel oben rechts in Mitleidenschaft gezogen – allein ihn auszutauschen wird aber wohl nicht reichen.

Quelle: Christine Jacob

HOHENRODA. Nah ran kann und sollte erstmal keiner an die Bockwindmühle in Hohenroda. Das hölzerne Wahrzeichen des Schönwölkauer Ortsteils musste nach einem der letzten Unwetter erstmal gesperrt werden. Die Mühle ist nun offiziell flügellahm.

Es ist vermutlich schon Anfang Juni passiert, schätzt Klaus-Martin Schulz. Der 69-Jährige kümmert sich seit Jahren um die Mühle, er bietet unter anderem Führungen an und bringt Kindern im Rahmen von Projekttagen die Arbeit des Müllers näher. Anfang der 1990er-Jahre hat er den Kultur- und Heimatverein Hohenroda/Mocherwitz mitbegründet. Bei einem Kontrollgang am 7. Juni offenbarte ein Blick nach oben: am Flügel stimmt was nicht. Die Verlattung ist rausgebrochen, droht im schlimmsten Falle zur herabstürzenden Gefahr zu werden. Eine der wenigen noch windgängigen Mühlen in Nordsachsen kann vorerst nicht betrieben werden. Der Verein hat einen Sachverständigen zu Rate gezogen. Der Mühlenbauer schätze mit Kosten von sicher mindestens vierstelligen Werten, berichtet Schulz. Die genaue Summe müsse noch ermittelt werden. Mit einfach nur neuen Latten und Fixieren sei es nicht gemacht, vermutlich muss der in die Jahre gekommene Flügel komplett getauscht werden. Sonst ist schon das nächste starke Gewitter der Schlag ins Kontor.

Umfassende Sanierung wird teuer

Bei der Aktion „Angestupst“, die LVZ und Sparkasse seit drei Jahren gemeinsam anschieben, konnte der Heimatverein in diesem Frühjahr bereits 1000 Euro für sich erzielen. Ein kleiner aber guter Tropfen aufs überalterte Holz: die umfassende Sanierung ist Jahrzehnte her. 1997 war die Mühle nach umfassender Sanierung an ihren jetzigen Standort umgesetzt worden. Die 1790 erbaute Mühle diente einst als Öl- und Kornmühle, ab 1913 erfolgte der Antrieb durch einen Elektromotor. Erst 1958 wurde das Mahlwerk stillgelegt und die Mühle verfiel durch Wettereinflüsse schon einmal zusehends. Um das Wahrzeichen jetzt wieder richtig in Schuss zu bringen, rechnet der Verein mit Gesamtkosten von über 10 000 Euro. Die Mühle ist mehr als ein Klassenzimmer auf Zeit, in dem Kinder lernen, wie aus Korn das Brot wird. Mehr als 100 Paare haben sich in der Außenstelle des Krostitzer Standesamtes schon trauen lassen. Die finanzielle Situation der Gemeinde Schönwölkau lässt keinen Spielraum für eine große Mühlensanierung. Der Kultur- und Heimatverein versucht schon seit Jahren über Spenden, Eintrittsgelder zu Veranstaltungen oder Kuchenbasare seinen Beitrag zum Erhalt des Kleinodes zu leisten. Die ganz große Werterhaltung ist aber nicht drin, es bleibt notgedrungen bei kleinen Reparaturen und frischen Anstrichen.

Wer helfen will, kann sich direkt an den Verein wenden.

Von Christine Jacob

Schönwölkau, Krensitzer Straße 24a 51.4968381 12.4309272
Schönwölkau, Krensitzer Straße 24a
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