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Delitzsch Mündung des Gertitzer Grabens in Delitzsch wird terrassenförmig ausgebaut
Region Delitzsch Mündung des Gertitzer Grabens in Delitzsch wird terrassenförmig ausgebaut
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12:00 25.03.2016
Mündung des Gertitzer Grabens in den Lober: Deutlich zu sehen sind die Querriegel, die mehrere Becken entstehen lassen. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

In den Jahren 2010 bis 2013 wurde das Delitzscher Grabensystem einer sogenannten nachholenden Unterhaltung unterzogen. Damit wurde die Funktionsfähigkeit der Gräben wieder hergestellt. Seither werden die Gräben jährlich gepflegt. Der Gertitzer Graben, der südlich der Loberbrücke in der Halleschen Straße in den Lober mündet, wurde in den zurückliegenden Wochen erneut angefasst. Dort lässt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) den Mündungsbereich des Grabens umgestalten. Wie der Bergbausanierer auf Anfrage mitteilt, erhält der Graben eine Sohlrampe. Das Vorhaben läuft seit Oktober des vergangenen Jahres und liegt nun in den letzten Zügen. Als Fertigstellungstermin sei der 31. März geplant, teilt die LMBV mit.

Höhenausgleich

Die Sohle des Gertitzer Grabens liegt 80 Zentimeter höher als der Lober. Nun wird der Höhenunterschied zwischen den Fließgewässern überbrückt, indem eine befestigte, 1,50 Meter breite Rinne aus Wasserbausteinen mit Querriegeln aufgeschüttet worden ist. So entsteht auf einer Länge von 30 Metern eine Art Terrassenstruktur mit acht einzelnen Becken. Dadurch läuft nicht nur das Wasser geordnet in den Lober ein, gleichzeitig wird auch der Sauerstoffgehalt des Wassers verbessert und Fischen die Chance gegeben, grabenaufwärts zu schwimmen.

Wie berichtet, waren bei den Bauarbeiten bei einer routinemäßigen Bodenprobe am Einlauf des Grabens in den Lober Grenzwertüberschreitungen bei der Schwermetallbelastung festgestellt worden. Mutmaßlich handelte es sich um Ablagerungen, die an anderer Stelle in das Gewässer, das südlich am Biokraftwerk in der Richard-Wagner-Straße vorbeiführt, gelangt sein müssen. Der Verursacher des Schadstoffeintrages ist bislang unbekannt. Der belastete Boden ist zwischenzeitlich auf einer Spezialdeponie entsorgt worden.

Finanzierung analog zum Lober

Das Vorhaben ist Bestandteil des Abschlussbetriebsverfahrens für den Tagebau Delitzsch Südwest und steht im Zusammenhang mit der Lobersanierung und dem Grundwasserwiederanstieg. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt analog zum Lober mit Mitteln aus dem Finanzierungstopf des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Wie die LMBV weiter mitteilt, laufen derzeit Planungen zur Offenlegung des Gertitzer Grabens südlich der Richard-Wagner-Straße. Für diesen Bauabschnitt mit einer Länge von 140 Metern wird die wasserrechtliche Genehmigung beantragt, im Herbst ist die Realisierung geplant.

Von Thomas Steingen

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