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Delitzsch Nach Aldi plant auch Rewe in der Delitzscher Eisenbahnstraße einen neuen Einkaufsmarkt
Region Delitzsch Nach Aldi plant auch Rewe in der Delitzscher Eisenbahnstraße einen neuen Einkaufsmarkt
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00:18 07.11.2016
Der neue Aldi-Markt in Delitzsch. Bis zur Eröffnung am 21. November haben die Handwerker noch allerhand zu tun. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

In die Delitzscher Einkaufswelt ist Bewegung gekommen. In der Stadt haben sich Nachnutzer in lange Zeit leer stehenden Immobilien angesiedelt. Nachdem die Post ihre Verteilstation von der Eilenburger Straße in einen ehemaligen Discountmarkt in der Sachsenstraße verlagert hat, ist in der Securiusstraße in einem ähnlichen Objekt ein neuer Netto-Markt eingezogen. In der Eisenbahnstraße steht in diesem Monat eine Neueröffnung ins Haus.

Wie berichtet, hat dort Aldi seinen alten Markt abgerissen und baut seit dem Frühjahr dort einen komplett neuen, der voraussichtlich am 21. November eröffnet werden soll. Der Stadtrat hatte zuvor für das Gebiet rund um den untereren Bahnhof mit einer Änderung des Bebauungsplanes „db park & ride center“ den Weg für bauliche Veränderungen geebnet.

Mehr Platz für Waren und Kunden

Im Gegensatz zu dem 2006 gebauten Aldi-Markt ist dessen Nachfolger nach einem völlig anderen Konzept errichtet worden. Wie derzeit alle Handelsketten verfolgt auch Aldi die Strategie von mehr Raum für die Artikel. „Der neue Markt unterscheidet sich sowohl außen als auch innen grundlegend vom Vorgänger“, sagt Clemens Häufele, der für die Aldi-Märkte in der Region zuständige Geschäftsführer. Mit großer Glasfassade sei er nicht nur äußerlich städtebaulich attraktiver, sondern bietet den Kunden auch innen eine komplett neue Ausstattung, so Häufele weiter. „Das Brot wird direkt hinter den Regalen gebacken, sodass die Kunden verfolgen können, wie das geschieht“, erklärt der Geschäftsführer. Auch einen Kaffeeautomaten soll es in diesem Bereich gegeben. Der Wohlfühlfaktor spielt eine größere Rolle. Mit nun 1200 Quadratmetern bietet der Markt zudem deutlich mehr Einkaufsfläche. Auch in Sachen Energieeffizienz legt Aldi zu. „Dank der Fotovoltaikanlage auf dem Dach versorgen wir uns fast autark, zudem nutzen wir die Wärme aus den Kühlanlagen für die Heizung“, berichtet der Geschäftsführer.

Pläne im Rathaus vorgestellt

Was Aldi so gut wie hinter sich hat, das steht dem Rewe-Markt in der Nachbarschaft noch bevor, denn wie Inhaber Jens Geidel berichtet, plant auch er in Absprache mit dem Rewe-Konzern und dem Eigentümer der Immobilie, einer Fondsgesellschaft des Landes Brandenburg, nach dem Komplettabriss des alten Marktes einen Neubau nach neusten Gesichtspunkten im Einzelhandel. Vor einigen Tagen hätten die drei Partner ihre Pläne im Delitzscher Rathaus vorgestellt und seien dort bei den Verantwortlichen auf Zustimmung gestoßen, sagt Geidel. Auch mit dem Denkmalschutz sei ein Kompromiss bezüglich des angrenzenden alten Bahnwärterhäuschen gefunden worden. Zeitnah soll nun die Baugenehmigung erarbeitet und eingereicht werden, sodass im Frühjahr 2018 das Vorhaben starten kann.

Wie Aldi sucht Geidel für die zehnmonatige Bauphase ein Ausweichquartier. Ein konkretes Objekt steht noch nicht fest. Nicht infrage, weil zu klein, käme aber der ehemalige Edeka-Markt im Osten, den Aldi jetzt nutzt.

Geplant ist ein großes Gebäude mit zentralem Eingangsbereich und rund 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie integriertem Getränkemarkt. Wie Geidel informiert, werde das Sortiment im Markt breiter. Ziel sei es zudem, bei den Produkten noch mehr Regionalität zu erreichen. Im Unterschied zum jetzigen Markt ist eine Bedientheke mit Wurst- und Fleischwaren sowie ein von einem Bäcker betriebenes Café vorgesehen. Drei Lehrgutautomaten (bisher einer) sowie sieben Kassen (bisher fünf) runden des Projekt ab.

Von Thomas Steingen

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