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Delitzsch Nach Feuer auf Drei-Seiten-Hof in Reibitz sprechen Besitzer von Brandstiftung
Region Delitzsch Nach Feuer auf Drei-Seiten-Hof in Reibitz sprechen Besitzer von Brandstiftung
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22:50 10.05.2011
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Reibitz

Mittendrin ein abgebrannter Traktor. Totalschaden. Die 39-jährige Alexandra und der 44 Jahre alte Hartmut Ihbe haben den ersten Schock tapfer verdaut. Die beiden Jungs sind in der Schule, die drei Privatpferde und zwei Hunde fanden im benachbarten Reiterhof „Seehof“ Unterschlupf. Am Dienstag sind Kripo-Beamte und Versicherungsvertreter vor Ort gewesen. Polizei und Brandursachenermittler haben das Gehöft freigegeben.

„Die Polizisten haben von möglicher schwerer Brandstiftung gesprochen. Offiziell gibt es noch kein Ergebnis“, sagt Alexandra Ihbe. Eine Nachbarin habe am Donnerstag, dem Unglückstag, beobachtet, dass es zuerst vor dem Hoftor loderte. „Wir müssen nun abwarten, was die Versicherung sagt“, fügt Ehemann Hartmut hinzu. Davon werde abhängen, wie es weitergeht.

Reibitz. Der Unglücksort ist zu riechen. Schläuche führen in den Innenhof des Drei-Seiten-Hofes, wo das komplette Ausmaß der Feuer-Katastrophe in den Augen brennt. Im hinteren Teil türmen sich verkohlte Balken und Mauerreste auf. Mittendrin ein abgebrannter Traktor. „Die Polizisten haben von möglicher schwerer Brandstiftung gesprochen. Offiziell gibt es noch kein Ergebnis“, sagt Alexandra Ihbe.
Viele offene Fragen und Ungewissheit plagen das Ehepaar. Landrat Michael Czupalla (CDU) vermittelt an Ort und Stelle rechtlichen Beistand, der die Familie berät. Mit dem Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) will er Möglichkeiten finden, bei den Aufräumarbeiten zu helfen. „Wenn wir helfen können, werden wir das gerne tun. Sie müssen nur sagen, was wir machen können“, verspricht er den Betroffenen.

Zu tun gibt es einiges. Was das Feuer übrig gelassen hat, muss beseitigt werden. Möglichst schnell, damit auch der Gestank das Gehöft verlässt. In einer ersten Reaktion stand für die Ihbes fest, dass nichts wieder aufgebaut wird und auch die Tiere abgeschafft werden. Jetzt, fünf Tage danach, wollen sie den Kopf frei bekommen und dann entscheiden. „Wir hängen dran, haben alles in unser Zuhause gesteckt. In einer knappen Stunde war alles verloren. Trotzdem sind wir froh, dass keine Personen oder Tiere zu Schaden gekommen sind“, erzählt Alexandra Ihbe. Die Pensions-Zimmer sind verraucht und vom Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Das Wohnhaus blieb verschont. „Wenn wir erst einmal einen Anfang gefunden haben, dann wird das schon wieder“, zeigt sich Hartmut Ihbe optimistisch.

Frank Pfütze

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