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Delitzsch Nach Schüssen in Löbnitz – Polizei untersucht Waffen
Region Delitzsch Nach Schüssen in Löbnitz – Polizei untersucht Waffen
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16:11 18.10.2017
Die Polizei ermittelt. Quelle: dpa
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Löbnitz

Die Staatsanwaltschaft Leipzig setzt ihre Ermittlungen im Fall des SEK-Einsatzes nach Schusswaffengebrauch in Löbnitz weiter fort. Auf Anfrage dieser Zeitung teilte Staatsanwältin Jana Friedrich mit, das die bisherigen Ermittlungen ergeben haben, dass sowohl gegen den 46-Beschuldigten als auch gegenüber der 38-jährigen Beschuldigten der dringende Tatverdacht des bewaffneten unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge besteht. Der zuständige Ermittlungsrichter habe auf Antrag der Leipziger Staatsanwaltschaft wegen des Tatverdachtes Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt. „Beide Beschuldigten befinden sich seit dem 6. Oktober ununterbrochen in Untersuchungshaft“, erklärte Jana Friedrich. Die im Rahmen der Durchsuchung gefundenen Waffen und Betäubungsmittel wurden sichergestellt und werden derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Gezielt auf Laube geschossen

Der Beschuldigte soll am 5. Oktober in einer Bungalowsiedlung in Löbnitz gezielt auf die Laube eines Nachbarn geschossen haben. Die Projektile seien in den Wänden der Laube eingeschlagen. Die Beschossenen hatten daraufhin den Polizeinotruf gewählt. Sie konnten unverletzt aus der Gefahrenzone gebracht werden. Die Polizei setzte ein Sondereinsatzkommando ein. In den frühen Morgenstunden sei es dann zu Verhandlungen gekommen, in deren Verlauf sich die beiden Tatverdächtigen widerstandslos festnehmen ließen. Eine Waffe wurde zunächst nicht gefunden, dafür aber eine Cannabispflanzung in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Ereignis hat im Muldedorf für viel Aufsehen gesorgt und die Gerüchteküche brodeln lassen.

Festgenommener kein Unbekannter für Polizei

Der festgenommene Mann sei für die Polizei kein Unbekannter, hieß es aus der Behörde. „Verlässliche Angaben zu den Motiven und den Hintergründen der Tat sind aber erst nach Abschluss sämtlicher Ermittlungen möglich“, teilte die Leipziger Staatsanwältin mit.

Von Ditmar Wohlgemuth

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