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Delitzsch Nach schweren Wochen lebt Zschortauer Familie wieder glücklich mit ihrem Mops Benni
Region Delitzsch Nach schweren Wochen lebt Zschortauer Familie wieder glücklich mit ihrem Mops Benni
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14:01 31.03.2018
Über einen Monat suchte Familie Schrader aus Zschortau ihren entlaufenen Hund Benni. Jetzt sind sie wieder vereint. Quelle: Wolfgang Sens
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Zschortau

Hundebellen ertönt aus dem Einfamilienhaus in Zschortau, als ich bei Familie Martina und Klaus-Dieter Schrader klingele. Als der Hausherr öffnet, umtänzeln mich zwei kleine Hunde – die neunjährige Irmi und der Retromops Benni. Sie sind neugierig und glücklich wieder beisammen zu sein. Wie ihre Besitzer. Anfang des Jahres durchlebten diese allerdings eine schlimme Zeit, als ihr Benni am 14. Januar beim Spaziergang von einem größeren Hund angegriffen worden und entlaufen war. Sechs Wochen und

Der entlaufene Mops Benni ist an einer Fütterstelle in eine Fotofalle getappt. Quelle: privat

zwei Tage vergingen; bis der heute neun Monate alte Mops-Rüde wieder von seinem Herrchen in die Arme geschlossen werden konnte. Nach einer aufwendigen Suchaktion wurde Benni in einer Lebendfalle auf einem Grundstück in Lemsel, zwar etwas abgemagert, aber ansonsten gesund, eingefangen.

„Seitdem weicht er mir nicht mehr von der Seite“, erzählt Klaus-Dieter Schrader. Benni hat wieder zugenommen, wiegt jetzt 5,3 Kilogramm – für ein Tier dieser Rasse ein normales Gewicht. Auch sonst fühlt sich der Vierbeiner in seiner gewohnten Umgebung sichtlich wohl. „Er orientiert sich viel an der älteren Hündin Irma, die die Schraders als vierteljährigen Welpen von einem Tierschutzverein übernommen haben.

Seit 40 Jahren Hundebesitzer

Seit 1978 gehören zum Haushalt der Familie ein bis zwei kleine Hunde. Martina Schrader war seinerzeit der treibende Keil, sich einen Vierbeiner anzuschaffen. „Ich wollte schon immer einen Hund“, berichtet sie. Als sie Kind war, hatte ihre Mutter eine Katze mit nach Hause gebracht. Doch sie wollte lieber einen Hund, weil sie mit ihm rausgehen und mehr unternehmen kann als mit einer Katze.

Für die beiden Tierliebhaber begann im Januar, als Benni ausbüxte, eine schwere Phase ihres Lebens, die bis heute nachwirkt. „Ich weiß nicht, wie ich die Suche nach Benni bewältigt hätte, wenn ich noch berufstätig gewesen wäre“, gesteht Klaus-Dieter Schrader. Seit 1. Januar ist der 61-jährige, gelernte Kernformer in der Ruhephase der Altersteilzeit. So konnte er sich um die Suche nach Benni ganztägig kümmern. Wie berichtet, wurden Futterstellen und Fotofallen in der Umgebung ihres Grundstücks eingerichtet. Bis zu sechs Stellen versorgten die Schraders täglich frühs und abends mit Futter, das ihren Liebling anlocken und versorgen sollte. Den aufdringlichen Geruch beim Kochen der Pansen habe sie heute noch in der Nase, erzählt Martina Schrader.

Vorwürfe und Unterstützung

Von Beginn an gab es für sie und ihrem Mann keinen Zweifel, nach Benni solange zu suchen, bis er gefunden ist. Für die Unterstützung, die ihnen in Zschortau und Umgebung, aber ebenso von außerhalb gegeben wurde, sind sie heute noch mehr als dankbar. Umso bitterer stößt ihnen das Auftreten von Bennis Züchterin auf. An sie hatten sie sich nach dem Verschwinden des Hundes gewand, weil sie sich von ihr Tipps für die Suche erhofften. Stattdessen ernten sie Vorwürfe und wurden von ihr fortan in Stalker-Manier belästigt. Ein Rechtsanwalt musste die Züchterin schriftlich auffordern, die Nachstellungen und Verleumdungen zu unterlassen.

„Wir haben in dieser Zeit aber auch viel über Hunde dazugelernt“, schildert Klaus-Dieter Schrader. Er hat jetzt auch eine neue Hundeleine, die nicht mehr aus der Hand rutschen kann.

Von Thomas Steingen

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