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Delitzsch Nach tödlichem Zugunglück in Delitzsch: Polizei prüft Identität mit DNA-Abgleich
Region Delitzsch Nach tödlichem Zugunglück in Delitzsch: Polizei prüft Identität mit DNA-Abgleich
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15:49 23.02.2018
Rettungskräfte am Unglücksort. Quelle: Wohlgemuth
Delitzsch/Leipzig.

Nach dem Zugunglück in Delitzsch am Dienstagnachmittag rekonstruiert die Polizei den genauen Ablauf des Vorfalls und ermittelt mit einem DNA-Abgleich die Identität des Opfers. „Mit Ergebnissen rechnen wir am Nachmittag, spätestens morgen“, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. Kriminalisten arbeiteten auch am Mittwoch noch einmal vor Ort. Sie untersuchen die Unglücksstelle und befragten Zeugen.

Klar ist bereits: Ein Junge ist gegen 16.20 Uhr am Unteren Bahnhof von einem IC aus Berlin auf der Fahrt nach Leipzig erfasst und getötet worden. Der Zug durchfuhr den Haltepunkt planmäßig ohne Stopp.

„Zeugen haben gesehen, dass er im Gleis stand“, so Braunsdorf. Die Beamten prüfen nun, ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelt. Ein Fremdverschulden werde im Moment ausgeschlossen. Das Opfer soll nach derzeitigen Erkenntnissen 13 Jahre alt sein. „Es hatte wahrscheinlich einen Bezug zu Delitzsch“, nannte Braunsdorf erste Erkenntnisse.

Der Zug fuhr nach dem Zusammenprall weiter bis zum Leipziger Hauptbahnhof und erreichte dort um 16.36 Uhr sein Ziel. Der Lokführer hatte von dem Unglück nichts bemerkt, konnte aber auch nicht mehr informiert werden, um den Zug noch vor dem Bahnsteig zu stoppen. Ein Zeuge habe zwar sofort in Delitzsch den Notruf gewählt. „Die Informationszeit hat am Ende aber 15 Minuten gedauert“, so die Polizeisprecherin.

Die Strecke zwischen Delitzsch war am Dienstag rund fünf Stunden gesperrt. Die Bundespolizei flog den Abschnitt mit einem Hubschrauber ab. Laut Deutscher Bahn kam es am Abend hingegen im Regional- und S-Bahn-Verkehr über Stunden zu Ausfällen und Verspätungen.

Sollten Sie von Suizidgedanken betroffen sein, können Sie sich an die Telefonseelsorge in Deutschland unter den Nummern (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222 oder im akuten Fall an einen Notarzt wenden.

Matthias Roth

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