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Narren übernehmen Regentschaft

Narren übernehmen Regentschaft

Her mit den Rathaus-Schlüsseln! Allerorts, so auch in Eilenburg, Delitzsch, Bad Düben und Pressel, forderten am 11.11. die Narren von den Stadt- und Orts-Chefs die Schlüssel für die heiligen Regierungs-Hallen.

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In Delitzsch nimmt Rüdiger Kleinke dem Bürgermeister Thorsten Schöne den Schlüssel ab.

Quelle: Manfred Lüttich

Kreisgebiet. Und Wacker, Schöne und Co. rückten die Tür-Öffner auch raus.

„Das närrische Volk soll schalten und walten“, nahm es Eilenburgs OBM Hubertus Wacker (parteilos) gelassen. Vielleicht auch deshalb, weil ECC-Präsident Michael Holland die Rathaus-Spitze zunächst verhältnismäßig sachte auf die Schippe nahm. Bankenskandal („Vielleicht steht es um Griechenland gar nicht so schlimm, schickt doch mal welche, die rechnen können, hin“), die Politik („... das ist kein Scherz, ist heutzutage nur noch Kommerz“) oder Schlaglöcher („In den Straßen noch und nöcher, niiieeeßen große Absacklöcher. Löcher, dass es nur so flutscht,, selbst der Burgberg ist abgerutscht“) waren zuerst dran. Dann folgten die Stadt- und Kreis-Oberen. „Es wachsen Bäume und seltene Sträucher, oh Gott lob‘. Hier entsteht ein neues Biotop.“). Oder die Flut der Straßenbauarbeiten („Jetzt wird gebaut, dass man seinen Augen kaum noch traut. Sperrschilder auf der Straße, weit und breit und das überall, zur gleichen Zeit“).

Umleitungen gibt es derzeit auch rund um Delitzsch genug. Doch selbst diese konnten das Herzogenpaar Ines und Maik Wagner aus Pfaffenhofen an der Ilm nicht an der pünktlichen Ankunft hintern. Das Paar lebt seit 2004 in Bayern und ist dennoch fast genauso lange Herzogenpaar beim Delitzscher Carneval Verein (DCV). Gemeinsam mit Narrenchef Rüdiger Kleinke und rund 100 Fans stürmten sie dann auch die Rathaustür. Doch oh Schreck, der Schlüssel war weg. Behauptete zumindest Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Doch der revidierte: Nur der Oberbürgermeister sei weg, der Schlüssel ihm in letzter Minute noch abgenommen worden. Und so konnten in Delitzsch die Minis, die Sternchen, Passanten, Bummis und weitere Kindergartenkinder gemeinsam mit dem DCV feiern, damit die Narrenzeit pünktlich um 11.11 Uhr begann.

Punkt 11.11 Uhr reckte auch Peter Oms, Präsident des Hammermühler Karnevalsvereins, den symbolischen Rathaus-Schließer in den blauen Himmel.  Auch Klärchen schien ein Narren-Fan zu sein. Doch es  fröstelte. Deswegen trugen die meisten der kleinen und großen Narren auf dem Dübener Markt eine wärmende Weste. Die Authausener Blaskapelle musste in diesem Jahr aber nur mangels Musiker absagen,  Trotzdem fanden sich viele Schaulustige ein. „Ein Jahr waren wir fort, jetzt stehen wir am alten Ort. Bürgermeisterin rücke den Rathausschlüssel raus“, forderte Oms Astrid Münster (Freie Wähler) auf. Doch die ließ sich nicht blicken und beobachtete das Spektakel zunächst aus sicherer Entfernung. „Es sind noch ein paar Minuten. Den Schlüssel gibt es nicht vorher“, konterte die Stadtchefin hinter verschlossener Rathaustür. Die tänzerische Zirkusparade der kleinen Prinzengarde überbrückte die Zeit. Dann musste Münster auf die Rathaustreppe. Den Riesenschlüssel durfte die kleine Maja aus der Kita Märchenland festhalten. „Der Schlüssel ist zwar groß, die Macht, die ihr bis Aschermittwoch habt, aber sehr klein“, verkündete Münster, die wegen der leeren Stadtkasse einen Masterplan im Gepäck hatte. „Wir nennen uns um in Bad Dykonos und sind eine griechische Provinzstadt. Statt Bier und Walzer gibt es ab sofort nur noch Ouzo und Sirtaki.“ Vollen Erfolg bei der Schlüssel-Übergabe hat auch der PKV. Am Presseler Narrenstein rückte Bürgermeister Lothar Schneider das corpus delicti heraus. 

ka/if/bro

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