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Delitzsch „Natur zum Anfassen“: Mit Regenwurm und Schmetterling auf Du und Du
Region Delitzsch „Natur zum Anfassen“: Mit Regenwurm und Schmetterling auf Du und Du
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11:33 29.04.2016
Gemeinsam sorgen der Wermsdorfer Bauamtsleiter Thomas Keller, Petra Krasselt und EnviaM-Pressesprecherin Cornelia Sommerfeld (v.l.) für zusätzliches „Schmetterlingsfutter“ in Luppa. Quelle: Dirk Hunger
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Luppa

Der Energieversorger EnviaM und seine Tochtergesellschaft Mitgas laden vom 15. August bis zum 9. September Schulklassen zu einem kostenfreien Exkursionstag in Naturschutzzentren, Umweltzentren und Kinderbauernhöfe ein. Da in diesem Jahr Schmetterlingswiesen im Zentrum des Projektes stehen, pflanzten die daran beteiligten Partner gemeinsam die von vielen Arten als Nektarpflanze genutzte Felsenbirne.

Auf dem Reit- und Kinderbauernhof von Petra Krasselt fand die Pflanze ihren Platz im Kräutergarten. Der Luppaer Hof ist eine von zwölf Einrichtungen, die Exkursionen im Rahmen von „Natur zum Anfassen“ anbieten. „Diese Aktion gibt es seit 2010 in Sachsen-Anhalt und Westsachsen. Seit 2013 sind auch Südsachsen und Brandenburg einbezogen“, erläutert Mitgas-Pressesprecherin Cornelia Sommerfeld. Insgesamt hätten bisher mehr als 11 200 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 2 bis 6 auf diese Weise Interessantes über Pflanzen, Tiere sowie Kreisläufe in der Natur erfahren.

Petra Krasselts Reit- und Kinderbauernhof ist zum dritten Mal Partner bei „Natur zum Anfassen“. „Im Rahmen dieses Projektes kommen im Schnitt acht bis zwölf Gruppen pro Jahr hierher“, erläutert die Luppaerin. Insgesamt betreue sie auf ihrem Hof jährlich 50 bis 60 Gruppen. Hierher kommen Schulklassen aus der näheren Umgebung, aber auch aus größeren Städten wie Grimma oder Leipzig. „Viele auf dem Land lebende Kinder wissen über die Tiere und Pflanzen oder landwirtschaftliche Produkte nicht wesentlich mehr als Gleichaltrige aus der Stadt“, hat Petra Krasselt festgestellt. Egal, wo sie wohnen, seien die allermeisten von ihnen jedoch sehr wissbegierig. „Wenn sie hier ankommen, wollen fast alle erst einmal die Tiere streicheln“, schildert Petra Krasselt ihre Erfahrungen. Dazu bekämen sie bei rund 200 Exemplaren von Pferd über Esel bis hin zu Laufente und Zwerghuhn ausführlich Gelegenheit. Der Exkursionstag sei nicht von vornherein straff durchgeplant. „Die Herausforderung besteht für mich darin, die unterschiedlichen Interessen und Mentalitäten zu erkennen und darauf einzugehen“, erläutert die Luppaerin.

Petra Krasselt hat da schon viele Wissenslücken gefüllt und Vorurteile abgebaut. „Es hat sich schon mancher erst vor Spinnen geekelt, aber hier erfahren, wie nützlich diese Tiere sind“, nennt sie ein Beispiel. Probleme dieser Art dürfte es mit dem Projektschwerpunkt 2016 nicht geben, oder nur zu einem Teil. „Die Wiese – eine Oase für Schmetterlinge und Regenwürmer“ lautet das Thema in diesem Jahr. „Dabei sollen die Kinder zum Beispiel etwas über den Lebenszyklus eines Schmetterlings oder den Aufbau eines Regenwurmes erfahren und darüber, wie eine Schmetterlingswiese aussieht“, erklärt Cornelia Sommerfeld. Dort gehören solche nektarreichen Pflanzen wie die Felsenbirne hin. Auf abwechslungsreiche und mehrere Monate ausreichende Kost für Schmetterlinge zu achten, ist für Petra Krasselt selbstverständlich. Dazu gehören für sie ungemähte Feldränder ebenso wie Wiesen, die wachsen dürfen und nicht Rasen sein müssen. Warum das für Schmetterlinge aber auch andere Tiere gut ist, werden die Schulklassen bei ihr erfahren.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular zu dieser Aktion ist unter www.natur-zum-anfassen.de zu finden.

Von Axel Kaminski

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