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Delitzsch Naturschützbehörde prüft Rundwegschließung am Werbeliner See
Region Delitzsch Naturschützbehörde prüft Rundwegschließung am Werbeliner See
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17:55 12.10.2010
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. Müller hat in den zurückliegenden Jahren immer wieder einen solchen Weg angemahnt.

Jetzt scheint es, als ob ihr Drängen Erfolg hat. Wenn der Weg 2011 realisiert werden könnte, wäre das für die Lissaer „ein großer Gewinn fürs Wandern und Radfahren im nördlichen Neuseenland", schreibt unser Leser.

Gleichzeitig bewegt ihn eine ebenso drängende Frage, die er vermutlich mit anderen Wanderfreunden und Radfahrern teilt: „Wann wird durch die verantwortliche Mitteldeutsche und Lausitzer Bergbau-Verwaltungsgesellschaft die Wegeverbindung in der Süd- (West-)schleife des Werbeliner Sees geschlossen?" Für Jürgen Müller ist es unverständlich, dass einerseits über weite Strecken gut ausgebaute Wege um den See führen, die „Restschließung des Wegenetzes jedoch in keiner Weise spruchbar" sei.

Deshalb regt er für die relativ kurze Strecke vom Ende der Kopfsteinpflasterstraße, die am Schaufelrad vorbeiführt, bis zum provisorischen Weg nach Zwochau für eine Übergangszeit eine Interimslösung an.

Ein Fall für Eckhard Müller, Seenkoordinator des Landkreises Nordsachsen. Er erklärt auf Anfrage der Kreiszeitung: „Die Schließung des Rundweges um den Werbeliner See ist eine dringende Aufgabe. Jedoch haben zwei entscheidende Probleme die Realisierung bisher verhindert." Erstens liege die Wegeverbindung in der Zuständigkeit des privaten Unternehmens Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgungs-GmbH (MUEG). Die Firma beabsichtige, dort noch längere Zeit tätig zu sein. „Es ist aber bereits gelungen, in Abstimmung mit der MUEG einen Zaun umzusetzen, so dass wenigstens bei schönem Wetter eine Durchgängigkeit gegeben ist", so Müller.

Das zweite Problem ist naturschutzrechtlicher Art, denn das besagte Terrain liegt im Vogelschutzgebiet. Derzeit prüfe die Untere Naturschutzbehörde die Verträglichkeit des Vorhabens mit den Schutzzielen. Bei Zustimmung könnte die vorliegende Vorplanung fortgesetzt werden und die Gemeinde Zwochau, auf deren Gemarkung die Fläche liegt, konkrete Fördermittel beantragen. Die Gemeinde wäre auch der Bauherr, erläutert der Seenkoordinator.

Thomas Steingen

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