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Delitzsch Neubau in der Delitzscher Lindenstraße lässt ruinöses Zahnarztzentrum vergessen
Region Delitzsch Neubau in der Delitzscher Lindenstraße lässt ruinöses Zahnarztzentrum vergessen
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06:00 14.11.2016
Vor einem Jahr sah es in der Lindenstraße, Ecke Elisabethstraße noch so aus.
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Delitzsch

Nach und nach verschwinden aus dem Delitzscher Stadtbild alte, baufällige Gebäude. So auch in der Linden, Ecke Elisabethstraße. Dort hat Gerd Baumgärtel, Inhaber des wenige Meter entfernten Ingenieurbüros für Bauwesen, im Mai dieses Jahres ein seit der Wende leer stehendes Haus wegreißen lassen. Seit September wächst an selber Stelle nun ein Neubau in die Höhe. Eigentümerin der Immobilie ist Baumgärtels Ehefrau. „Es wird praktisch ein Einfamilienhaus, das wir selbst beziehen werden“, so der Bauingenieur.

Zusammen mit drei Partnern hatte er das Grundstück, das bis zur Wende als Zahnarztzentrum fungierte, erworben. Schon damals sollte der Gebäudekomplex abgerissen und auf dem 300 Quadratmeter großen Grundstück etwas Neues entstehen. „Geplant waren in dem neuen Objekt vier Gewerbeeinheiten und Wohnungen. Dazu sollte die Fläche zu 100 Prozent überbaut werden. Dafür wurde uns seinerzeit aber die Baugenehmigung verweigert“, erinnert sich Gerd Baumgärtel. Danach suchten sich die vier Eigentümer eigene Räume. Und es sei schwer geworden, sich in der Eigentümergemeinschaft auf ein neues Vorhaben zu einigen. Da seit vier Jahren wieder alles in einer Hand ist, versuchte er einen neuen Anlauf. Wie er berichtet, habe er unter anderen über ein Objekt für altersgerechtes Wohnen mit Aufzug gedacht. Weil sich dies aber mit den in Delitzsch üblichen Mieten wirtschaftlich nicht darstellen ließ, habe er diesen Plan verworfen und sich entschlossen, für seine Familie etwas Neues zu bauen und das Haus in Schenkenberg zu verkaufen.

Das neue Haus soll sich in die Umgebung baulich einpassen, also kein moderner Bau mit Glasfassade oder ähnlichen Elementen werden, so der Diplomingenieur. Nur das Gebäude an der Lindenstraße wird mehrstöckig und soll äußerlich dem Vorgänger ähneln. In der Elisabethstraße gibt es eine Hofeinfahrt und einen eingeschossigen Teil , auf dem eine Dachterrasse ruht. Wie der Neubau farblich aussehen wird, darüber ist sich Baumgärtel noch nicht ganz schlüssig. „Da will ich mich noch etwas beraten lassen.“ In die Stadt zieht es ihm, weil er hier kurze Wege hat und vieles zu Fuß erreichen kann. Zudem sei es eine schöne, ruhige Lage. Demnächst soll Richtfest gefeiert werden, die Fertigstellung ist für Mai vorgesehen. „Uns treibt ja nichts.“

Von Thomas Steingen

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