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Neue Attraktion an Schladitzer Bucht

Neue Attraktion an Schladitzer Bucht

Bekommt der Schladitzer See eine Südumfahrung? Diese Woche sollen dafür die letzten Weichen gestellt werden, doch noch ist offen, wie die Entscheidung ausfällt.

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Neuer Besuchermagnet in der Schladitzer Bucht: Seit dem Wochenende ist eine schwimmende Spiel- und Kletterlandschaft nutzbar. Gestern tummelten sich dort zahlreiche Gäste. Der Sportstrand auf Rackwitzer Gemarkung wird derzeit neu gestaltet. Allerdings ist der Spaß nicht ganz billig. eine halbe Stunde kostet 5 Euro, eine ganze 8 Euro.

Quelle: Alexander Bley

Rackwitz/Schkeuditz. Befürworter der Trasse bezeichnen diese als existenziell für das Gewässer mit prognostizierten 300 000 Besuchern pro Jahr. Gegner befürchten eine Lärmzunahme in anliegenden Orten - und haben nun sogar eine Petition beim Landtag eingereicht.

In den vergangenen Jahren hat sich am Schladitzer See einiges getan, auch ohne Verbindungsstraße im Süden. Am Haynaer Ufer ist der Strandverein aktiv, holt mit diversen Veranstaltungen die Biedermeierzeit in die Gegenwart. "Rund 200 000 Euro sind in dieses Projekt schon geflossen", sagt Vereinsmitglied Christoph Zwiener. Noch offenkundiger ist die Entwicklung in der Schladitzer Bucht bei Rackwitz, wo seit dem Vorjahr der Sportstrand umgestaltet wird. Neueste Attraktion ist die schwimmende Spiel- und Kletterlandschaft "Sports Park 60plus", die seit diesem Wochenende nutzbar ist (Eintritt: acht Euro für eine Stunde, fünf Euro für 30 Minuten, Kinder dürfen in Begleitung der Eltern drauf). Ein 40 mal 32 Meter großer Parcours mit einer Kapazität für mehr als 60 Leute - ein Highlight vor dem ebenfalls nagelneuen Sandstrand.

All das zieht Publikum, mehr denn je. Mit einer neuen Verkehrslösung sollen deshalb die Gästeströme gelenkt werden: mit einer See-Südumfahrung, die Haynaer und Schladitzer Strand miteinander verbindet. Laut einer Machbarkeitsstudie sichert die Trasse die Erreichbarkeit der Besuchermagneten aus dem gesamten Umfeld, insbesondere aus Richtung Leipzig. Auch Öffentlicher Personennahverkehr sei nur mit einer Durchgangsstraße sinnvoll umzusetzen. Die in jüngster Zeit viel diskutierte Alternative, statt einer kompletten Südumfahrung lediglich zwei Stichstraßen zu realisieren, die die beiden Ufer erschließen, wird sowohl vom Schladitzer-Bucht-Betreiber All-on-sea als auch vom Haynaer Strandverein abgelehnt. "Im bereits beschlossenen Bebauungsplan zum Biedermeierstrand ist die Umfahrung als Erschließung festgeschrieben. Außerdem würde der Bau einer Stichstraße zum Strand rund eine Million Euro kosten, weil es dafür keine Förderung gibt", argumentiert Christoph Zwiener. Gefördert als Bergbaufolgemaßnahme wird hingegen die Südtrasse. Dadurch entfallen auf Schkeuditz noch etwa 277 000 Euro Eigenmittel, auf Rackwitz 230 000 Euro, auf den Landkreis 29 000 Euro.

Am Donnerstag hat der Stadtrat Schkeuditz den Baubeschluss auf der Tagesordnung. Nachdem diese Entscheidung in der vorangegangenen Sitzung vertagt wurde, geht es diesmal um Hopp oder Topp. Kritiker in den Reihen des Stadtrates verweisen auf die angespannte Haushaltslage der Flughafenkommune. Auch Siegmund Zschippang, Gemeinderatsmitglied in Rackwitz, hält die Ausgabe für unnötig, würde das Geld lieber in die sanierungsbedürftige Grundschule im Ortsteil Zschortau stecken. Der Gemeinderat hat dem Bau im April zwar mehrheitlich zugestimmt (wir berichteten). Trotzdem formiert sich weiterhin Widerstand in Rackwitz.

Insbesondere von Anwohnern der Leipziger Straße. Sonja Scheitler ist eine von ihnen, sandte vor Kurzem eine Petition an den sächsischen Landtag, in der sie einen Stopp der Baupläne fordert. Sie befürchtet eine Zunahme des Lkw-Verkehrs im Ort, da die Südumfahrung parallel zur Autobahn Richtung B 2 und Rackwitzer Gewerbegebiet führt - und eventuell als Ausweichroute genutzt werden könnte. Immerhin: Sonja Scheitler hatte mit einer Petition schon mal Erfolg - für Lkw wurde 2012 in der Leipziger Straße Tempo 30 eingeführt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Würker, Kay

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