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Delitzsch Neue Ausstellung in der Zooschule beschäftigt sich mit den Delitzscher Bäumen
Region Delitzsch Neue Ausstellung in der Zooschule beschäftigt sich mit den Delitzscher Bäumen
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15:48 21.04.2016
Wie überlebt ein hohler Baum? Diese und andere Fragen werden in der Baumausstellung im Tiergarten beantwortet. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Bäume sind ein unverzichtbarer Bestandteil im öffentlichen Grün einer Stadt. „Sie sind lebensgefühlfördernd und erhaltenswert“, sagt Jan Matussek, der in der Stadtverwaltung Delitzsch zuständige Mitarbeiter. Und dieser Aufgabe stelle sich die Stadt auch, so gelte die Devise, Pflege geht vor Entnahme. Aber das sei nicht immer einfach, so Matussek weiter. Zum Beispiel bei Bauarbeiten gebe es Konflikte und auch Vandalismus sei ein Problem. Unverkennbar ist auch das große Interesse der Delitzscher am öffentlichen Grün. Das zeigt sich an den Reaktionen, wenn im Stadtgebiet Pflege- oder Fällarbeiten stattfinden. Mit der Ausstellung „Mit dem Baum auf Du und Du“, die am Sonntag, 15 Uhr, in der Zooschule des Delitzscher Tiergartens eröffnet wird, will die Stadtverwaltung auf das Thema aufmerksam machen. „Wir wollen öffentlich zeigen, dass wir uns damit beschäftigen und unsere Erfahrungen vermitteln“, erklärt Jan Matussek.

Neben allgemeinen Informationen, wie Bäume aufgebaut sind und Funktion von Blättern und Wurzeln, werden auch Teile von Bäumen zu sehen sein, die im Tiergarten entnommen wurden. Besucher können an einer Baumscheibe Jahresringe zählen, Schadbilder erkennen und in Blindboxen Dinge erfühlen.

Die Ausstellung wird auch auf die Frage eingehen, warum ausgerechnet Kastanien zu Biergartenbäumen wurden. Der Besucher erfährt, welche Bäume die höchsten der Erde sind und warum eine Lindenallee um die Altstadt führt, denn die Exposition präsentiert auch etwas Baumgeschichte in Delitzsch. Dabei wird unter anderem auf die Entstehung des Stadtparkes von 1826 bis in die 1880er Jahre eingegangen.

Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung sind Schäden an Bäumen. „In diesem Zusammenhang wollen wir vermitteln, wann und warum Bäume entnommen werden müssen und unter welchen Voraussetzungen sie stehen bleiben können“, so Matussek. Phänome an Bäumen wie der Drehwuchs, der an fast allen Rosskastanien am Wallgraben zu beobachten ist, oder der Baum als Lebensraum sind weitere Gesichtspunkte. Zudem gibt die Stadt einen Überblick über Neupflanzungen.

Bis Ende des Jahres wird die Ausstellung zu sehen sein. „Und sie wird ständig ergänzt“, kündigt Matussek an, sodass monatlich etwas Neues in ihr zu entdecken sein wird. Parallel zur Ausstellung werden im Tiergarten Bäume mit ihren deutschen und lateinischen Namen sowie kleinen Steckbriefen beschildert. Verschiedene Vorträge und ein Obstbaumseminar sind als ergänzende Veranstaltungen geplant. Zur Eröffnung werden Tierparkchefin Julia Gottschlich, OBM Manfred Wilde und Bürgermeister Thorsten Schöne (beide parteilos) gemeinsam einen Baum pflanzen.

Von Thomas Steingen

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