Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Neue Rettungswache Krostitz ist „100 Prozent besser“
Region Delitzsch Neue Rettungswache Krostitz ist „100 Prozent besser“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:54 03.05.2018
Rettungsassistent Christian Schwartz zeigt Dezernentin Angelika Stoye, Landrat Kai Emanuel (von rechts) und Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (links) den Aufenthaltsraum. Quelle: Wolfgang Sens
Anzeige
Krostitz

Sonne, Sekt und Grill-Steak. Mit einer kleinen Feier ist die neue Rettungswache in Krostitz im Gewerbegebiet an der Hilchenbacher Straße jetzt offiziell in Betrieb gegangen. Planer, Bürgermeister, Vertreter von Landratsamt und Deutschem Roten Kreuz gehörten zu den Gästen. So viel Besuch haben Gilberto Rodriguez-Hernandez und Christian Schwartz, die am Mittwochnachmittag gerade den Dienst versahen, und ihre sechs Kollegen sonst nicht. Aber wenn Landrat Kai Emanuel (CDU) vermutete, dass „die Mundwinkel der Mitarbeiter nach oben zeigen“, traf das voll zu. Die beiden Rettungsassistenten konnten die Räume im neuen und vor allem eigenen Haus vorführen: den Aufenthaltsraum mit der Küchenzeile, den Desinfektionsraum mit den Lagermöglichkeiten und die nun endlich für Männer und Frauen getrennten Umkleide- und Sanitärräume. „Klar, hat es vorher auch funktioniert. Wir hatten uns arrangiert. Aber das ist nun einfach zu 100 Prozent besser“, stellte Gilberto Rodriguez-Hernandez fest. Vor allem hatte die Unterbringung in den beengten Räumen im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprochen. Deshalb beschloss der Landkreis den Neubau. „Diese Lösung ist goldrichtig“, kommentierte Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU). Für die Einsatzkräfte des DRK war es störend, wenn sie lange Schichten versahen und parallel dazu Feuerwehrleute zu Einsätzen gerufen wurden. Dann herrschte beim Aus- und Einrücken entsprechender Betrieb im Gerätehaus.

Strategisch günstig

Seit 1999 wird der Rettungsdienst im Landkreis Nordsachsen auch vom strategisch sehr günstig gelegenen Standort Krostitz an der Bundesstraße 2/Staatsstraße 4 aus gewährleistet. „Von hier aus sind auch die Städte Delitzsch, Eilenburg, Taucha, Bad Düben gut erreichbar. Das heißt: Wenn dort ein zweiter Rettungswagen gebraucht wird, kann er aus Krostitz angefordert werden“, erklärte Matthias Pannier, Chef des Rettungsdienstes beim DRK Eilenburg. Begonnen hat es mit Zwölf-Stunden-Besetzung. Das änderte sich bald. Die Wache ist nun rund um die Uhr besetzt. Vor allem wegen der Fähigkeit schnell an den verschiedenen Orten zu sein, haben sich auch die Einsatzzahlen ständig erhöht. Schon deshalb ist am Standort Krostitz festgehalten worden.

Extra Krostitz-Team

Die Kosten für Gebäude und Ausstattung tragen die Krankenkassen. Die Bauweise ähnelt den Objekten in Beilrode und Belgern-Schildau, die in den vergangenen Jahren errichtet wurden. „Inzwischen wird der Bau in Zwochau vorbereitet“, so Dezernentin Angelika Stoye. Mit den besseren Bedingungen in Neubauten verbindet sich auch die Hoffnung, „dass sie zur Motivation von jungen Menschen beitragen, den Job eines Notfallsanitäters zu erlernen“, stellte der Landrat fest. Der Dienst in Krostitz wird nun auch nicht mehr wechselnd von allen Mitarbeitern der Rettungswache Eilenburg besetzt. Es gibt jetzt ein achtköpfiges Krostitz-Team.

Das Netz der Rettungswachen sei in der Region gut ausgebaut. Damit sei es möglich, eine relativ gute Quote bei der vorgeschriebenen Hilfsfrist zu erreichen, schätzte Tobias Hentzschel ein. In zwölf Minuten soll ein Rettungswagen nach Alarmierung am Einsatzort sein.

Von Heike Liesaus

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist eine der größten Investitionen der vergangenen Jahre, die die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau Delitzsch bis Endes dieses Jahres in Rackwitz umsetzen will. Für die Komplettsanierung von insgesamt 41 leer stehenden Wohnungen und in den Abriss eines WBS-70-Blockes macht die WBG 2,2 Millionen Euro frei.

06.05.2018

Einfach nur Gäste zu sein, das war der Familie Stier irgendwann nicht mehr genug. So macht sich die Familie nun geschlossen stark für den Tiergarten Delitzsch und hat so einiges auf der Agenda.

02.05.2018
Delitzsch Geschwindigkeitsüberwachung - Über 1200 Temposünden in Delitzsch

Dass Geschwindigkeitsmessungen nur zum Füllen der Staatskassen dienen, ist ein alter Vorwurf. Dabei zeigt sich bei den Delitzscher Messungen, dass die Blitzerei wohl wirklich sein muss – immer wieder werden Kinder gefährdet.

05.05.2018
Anzeige