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Neue Schulbibliotheken in Delitzsch für mehr Leselust

Welttag des Buches Neue Schulbibliotheken in Delitzsch für mehr Leselust

Im Delitzscher Land wird für die Leselust des Nachwuchses einiges getan. Mehr oder minder erfolgreich. Insbesondere Jugendliche ab 14 Jahre sind für die Bibliotheken ein oft schwer zu begeisterndes Publikum. Umso mehr wird schon im Kindesalter fürs Schmökern geworben. An der Delitzscher Diesterweg-Grundschule ist gerade ein neues Angebot in Arbeit.

Andy Hausen arbeitete als Bundesfreiwilliger in der Stadtbibliothek Delitzsch.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Sie stehen noch nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Doch zumindest haben sie ein nennenswertes Nachwuchsproblem, die Leseratten und Bücherwürmer im Lande. Nicht umsonst werden sie zum morgigen Welttag des Buches wieder gezielt ins öffentliche Licht gerückt. Das Lesen soll – ganzjährig – auch bei Kindern und Jugendlichen wieder stärker Begeisterung wecken, trotz der digitalen Alternativen. Zahlreiche Akteure im Delitzscher Land bemühen sich darum.

Die Schulbibliothek an der Delitzscher Diesterweg-Grundschule gehört zu den aktuellen Erfolgsgeschichten. Es gibt sie noch nicht, doch der Förderverein und seine Unterstützer verwenden gerade viel Kraft darauf, ein solches Angebot aufzubauen. Ein gemütlicher Raum im Souterrain soll künftig Lesetreff sein. Am Montag hat die Stadtverwaltung dort malern lassen, seit Donnerstag läuft der Möbel-Aufbau: Regale, Sofas, Sitzecken. „Wir haben dank Sponsoren rund 600 Bücher erwerben können“, erzählt Fördervereinsfrau Ramona Jänicke. Im Mai soll Eröffnung sein. „Was noch fehlt, sind ehrenamtliche Vorleser, die etwa einmal wöchentlich nachmittags Zeit haben.“

Oberschule Nord hat Büchereipläne

Schulbibliotheken sind im Raum Delitzsch gar nicht so selten. Es gibt sie in unterschiedlicher Qualität und Größe. Auch die Artur-Becker-Oberschule und das Ehrenberg-Gymnasium haben eine. Die Oberschule Nord noch nicht, allerdings gebe es ernsthafte Pläne, schildert Schulleiter Andreas Hess. „Wir haben lesebegeisterte Schüler, die sich das gewünscht haben“, erklärt er. Zwar hat derzeit der Umzug ins Interim Priorität, doch die ersten Bücher werden schon zur Seite gelegt. Mit Massenandrang rechnet Hess allerdings nicht. Gerade in höheren Klassen spielen digitale Medien eine weit größere Rolle als bedrucktes Papier. „Es ist normal, dass für schnelles Nachschlagen vorrangig der Rechner bedient wird, und die Interessen sind nun mal unterschiedlich.“ Schulische Ausflüge in die Bibliothek zu Lesungen oder Führungen habe es in jüngster Zeit nicht gegeben.

Das Angebot aber steht: Die Stadtbibliothek entwickelt immer wieder neue Offerten, um Nachwuchs ins Haus zu holen. „Inwieweit das wahrgenommen wird, hängt nicht zuletzt an Lehrern und Erziehern“, stellt Mitarbeiterin Barbara Schwalbe fest. Immerhin: Die Zahl der angemeldeten Leser bis 14 Jahre kann sich sehen lassen – rund 730 derzeit. Bei den Jugendlichen bis 18 Jahre dünnt es sich dann rapide aus. 250 stehen in der Kartei. „Im Jugendalter orientieren sich viele anderweitig“, so Barbara Schwalbe.

Lesewettstreit in Zschortau

Einen Nachwuchsschub gab in Delitzsch die Abschaffung der Nutzungsgebühr für Minderjährige vor drei Jahren. Andere Kommunen sind diesen Weg noch nicht gegangen. Rackwitz intensiviert jedoch gerade die Nachwuchsarbeit. In der Planung sind zum Beispiel Lesenachmittage an der Grundschule und die Neuauflage der Bibliotheksgutscheine für Schulanfänger. Nächste Woche Freitag findet im Ortsteil Zschortau zudem wieder der traditionelle Lesewettstreit statt. Die dortigen Grundschüler messen sich mit Kindern aus umliegenden Bildungsstätten. Die Delitzscher Buchhandlung Engler unterstützt das Ganze. So wie sie auch aus Anlass des Buch-Welttages Lese-Erlebnis-Vormittage organisiert. Über zwei Wochen hinweg werden insgesamt rund 600 Kinder aus dem Raum Delitzsch empfangen. Nach dem Motto: Berührung schafft Interesse.

Nach dieser Devise verfahren auch die Oberschule Krostitz und die örtliche Bibliothek. Seit Jahren pflegen sie eine enge Kooperation. „Das geht über alle Klassenstufen hinweg“, sagt Schulleiterin Katrin Dudek. Und macht sich um die Leselust ihrer Schützlinge deshalb keine Sorgen.

Von Kay Würker

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