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Delitzsch Neue Sechsgeschosser in Delitzsch gut nachgefragt
Region Delitzsch Neue Sechsgeschosser in Delitzsch gut nachgefragt
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06:00 22.12.2016
Der erste Sechsgeschosser (hinten) ist so gut wie fertig, der vordere soll es im Herbst 2017 sein. Quelle: Christine Jacob
DELITZSCH

Der ältere Herr mit dem Rollator kommt fast jeden Tag. Er schaut, gestützt auf die Gehhilfe, wie die Bauarbeiten in der Eilenburger Chaussee voranschreiten und lächelt. Bauherr Axel Schüler und Hausverwalter Robert Zschischang winken und grüßen ihren alten Bekannten und vielleicht bald neuen Mieter freundlich. Der Senior gehört zur typischen Interessenten-Klientel für die Sechsgeschosser, die nur wenige Hundert Meter vom Unteren Bahnhof entfernt entstehen.

Eine Höhe, die nicht jedem passte, als im Sommer die Bauarbeiten starteten. Eine Petition ist aber im Sande verlaufen. Der Bau läuft nach Plan. Das mehrere Tausend Quadratmeter große Areal zwischen Eilenburger Chaussee und Beerendorfer Straße, auf dem zuletzt der Baustoffhandel residierte und das in den vergangenen Jahren von Wildwuchs geprägt war, hat seine Optik verändert. Bauarbeiter haben übernommen, es wird überall gehämmert und gebohrt. Die Firmen stammen aus der Region, darauf wurde bei der Auftragsvergabe geachtet. Die baugleichen Gebäude werden je 27 Wohnungen bieten. Das erste Objekt ist bereits in der Phase des Innenausbaus. „Es sind nur noch zwei Wohnungen – darunter das Penthouse – frei, der Rest ist vergeben“, sagt Zschischang. Am 1. April sollen die Mieter einziehen.

Komplette Fertigstellung im September geplant

Der zweite Bauabschnitt, das zweite identische Haus, soll voraussichtlich am 1. September 2017 bezugsfertig sein und ist derzeit noch ein Rohbau. Aber auch für dieses Haus sind bereits einige Anfragen von potenziellen Mietern da. Es sind vor allem ältere Leute, berichtet Axel Schüler, die sich für die Wohnungen interessieren. Diese sind zwischen 53 und 127 Quadratmeter groß, haben zwei bis drei Räume – Balkon, Terrasse oder Dachterrasse sind ebenso Standard wie der Aufzug und die Barrierefreiheit. Gerade letzteres Stichwort zieht bei denen, die jetzt so um die 60 sind – also noch nicht wirklich alt, aber schon jetzt vorsorgend und vordenkend für eine Zukunft, wenn man nicht mehr so fit ist. Es ist kein Objekt sozialen Wohnungsbaus: Unter den Interessenten, so Zschischang, sind Leute mit guten Renten und Gehältern und „Rückkehrer“, die mit dem Älterwerden wieder in die alte Heimat Delitzsch wollen. Acht Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sind sie bereit zu zahlen, die Nebenkosten sollen sich bei zwei Euro bewegen – möglich macht es das objekteigene Blockheizkraftwerk zur Energieversorgung.

Von Christine Jacob

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