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Delitzsch Neue Sortieranlage bei Trinks
Region Delitzsch Neue Sortieranlage bei Trinks
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17:46 19.05.2015
Die neue Leergut-Sortieranlage von Trinks im Hohenossiger Gewerbegebiet: sortenreine Kästen werden zu sogenannten Zielgassen geleitet und dort auf Paletten gestapelt. Kästen mit unterschiedlichen Flaschen sondert die Anlage aus und sie müssen per Hand nachgearbeitet werden. Quelle: Alexander Bley
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Hohenossig

Die Anlage wurde in den vergangenen vier Monaten auf einer Hallenfläche von rund 1000 Quadratmetern errichtet. Geschäftsführer Uwe Heinrich bedankte sich bei den Mitarbeitern, weil sie während der Bauzeit unter erschwerten Bedingungen, "den Betrieb per Hand aufrecht erhalten haben".

Die Sortieranlage, für die die Trinks GmbH mit Hauptsitz in Goslar über eine Million Euro investiert hat, sucht in den 21 Standorten des Unternehmens ihresgleichen. In Hohenossig will das Unternehmen damit neue Wege bestreiten. "Vor reichlich zwei Jahren haben wir erkannt, dass das Leergut kein Neben-, sondern ein Kerngeschäft ist. Deshalb automatisieren wir und betreiben die Anlage mit eigenen Mitarbeitern", so der Trinks-Geschäftsführer. Letzteres sei im Unternehmen nicht selbstverständlich, aber damit eine solche Anlage ordentlich laufe, benötige es engagierte Mitarbeiter. 28 eigenen Arbeitskräften kommt in Hohenossig diese Aufgabe zu. Ab dem zweiten Quartal will die Niederlassung mit der Anlage das gesamte Getränkeleergut aus dem Handel, das auf einer Freifläche von 10000 Quadratmetern lagert, sortieren und an die Industrie zurückliefern.

Rund 24 Millionen Getränkekästen, davon etwas mehr als die Hälfte Leergut, werden von 120 Mitarbeitern in der Zweigniederlassung jährlich umgeschlagen. Bevorratet wird in Hohenossig ein Sortiment von rund 1200 Artikeln aus dem Mehrweg-Bereichen Bier, Mineralwasser und Limonade. Mit diesem Sortiment beliefert die Zweig-Niederlassung den Einzelhandel im mitteldeutschen Raum und nimmt gleichzeitig das Leergut aus den Märkten zurück.

Bisher sortierten die Trinks-Mitarbeiter alle Kästen und Flaschen per Hand. Die neue Anlage ermöglichst mit ihrer Kastenlogo-Erkennungs- und Steuerungstechnik nun, dass sortenreine Behältnisse automatisch in Zielgassen geleitet werden, wo sie von Mitarbeitern auf Paletten zu Transporteinheiten gestapelt werden. Nicht erkannte Kästen oder Kästen mit unterschiedlichen Flaschen sondert die Anlage zur Nachsortierung per Hand aus.

3200 Kisten können in einer Stunde maximal die Anlage, die im Zweischichtbetrieb arbeitet, durchlaufen. "Drei Schichten wären möglich. Dafür würden wir aber mehr Personal benötigen", erklärt Niederlassungsleiter Thomas Ploetz. Als langfristiges Ziel sieht Uwe Heinrich auch eine Automatisierung der Feinsortierung (Flaschensortierung). Thomas Steingen

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2013

Thomas Steingen

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