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Neuer Bürgermeister will junge Familien nach Rackwitz locken

Neuer Bürgermeister will junge Familien nach Rackwitz locken

Stadtumbau, Vereinsförderung, Grünflächenpflege, und nicht zu vergessen die Sanierung der Grundschulen: Steffen Brzoska (parteilos) hat in den nächsten Jahren einiges vor der Brust.

Rackwitz. Der 27-Jährige steht kurz vorm Amtsantritt als Bürgermeister der Gemeinde Rackwitz - als zweitjüngster Rathauschef in Sachsen. Was er im Wahlprogramm angekündigt hat, gilt es nun umzusetzen. Wobei auch Aufgaben akut werden, die zu Beginn des Wahlkampfes noch gar nicht auf der Agenda standen.

Die Unterbringung von Asylbewerbern in Zschortau ist so eine. Im Laufe des nächsten Monats soll im ehemaligen Internatsgebäude an der Lindenstraße der Einzug beginnen. Mittlerweile, so schildert Brzoska, gibt es in der Gemeinde zwei Asyl-Arbeitsgruppen, die die Aktivitäten von Vereinen, Kirche, Kommune und Landkreis vor Ort koordinieren. Eine Gruppe für Rackwitz, eine für Zschortau. "Wir tun alles, um die ankommenden Flüchtlinge zu integrieren." Allerdings, fügt der neue Bürgermeister hinzu, sei nun das Höchstmaß dessen erreicht, was geschultert werden könne. "Wenn das Haus in der Lindenstraße belegt ist, haben wir in der Gemeinde insgesamt 107 Asylbewerber. Das entspricht 2,2 Prozent der Einwohnerzahl und übertrifft den relativen Flüchtlingsanteil in vielen anderen Orten bei Weitem." Brzoska plädiert für eine gleichmäßige Verteilung der Migranten auf alle Kommunen des Landkreises. Für erneute Gedankenspiele um eine Nutzung des Rackwitzer Ex-Lehrlingswohnheimes sieht Brzoska keine Grundlage. In Wohnraum investieren möchte er dennoch - im Rahmen des Stadtumbaus. "Das wird ein Schwerpunkt." Rackwitz müsse dringend den Gemeindewohnungsbestand aufwerten, um vom anhaltenden Zuzug in die Messestadt zu profitieren. "Die Wohnungsnachfrage verlagert sich immer mehr ins direkte Umland von Leipzig, und wir haben dank S-Bahn und Schladitzer Bucht hervorragende Bedingungen, um junge Familien herzuholen." Statt Notflickerei an den Wohnungen seien umfassende Sanierungsmaßnahmen gefragt - von der technischen Erneuerung über Grundrissänderungen bis hin zur Beseitigung des Feuchtigkeitsproblems unter den Plattenbaudächern. "Ich bin selbst im Neubaugebiet aufgewachsen. Deshalb liegt mir das sehr am Herzen", sagt Brzoska

Ebenfalls weit vorn auf der Liste steht die Verabschiedung einer Vereinsförderrichtlinie, "um endlich gerechte und verbindliche Regeln für alle zu schaffen". Es geht um Zuschüsse für Jubiläumsveranstaltungen und vor allem um die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. "Das betrifft nicht nur Sportvereine." Der künftige Rathauschef wünscht sich eine Arbeitsgruppe aus Vereinsleuten und Gemeinderäten, die die Richtlinie auf den Weg bringt. Konzeptionell will Brzoska zudem beim Thema Grünflächen vorgehen. Bis der neue Pflegeplan stehe, vergehe aber noch etwas Zeit. "Bis dahin werden einzelne Flächen angepackt, die mir als besonders unschön aufgefallen sind."

Zunächst jedoch steht der Amtsantritt an. Wie berichtet, wurde Brzoskas Umzug ins Bürgermeisterzimmer auf Mitte August verlegt. Seine Sachgebietsleiterstelle ist bereits ausgeschrieben. Die aktuellen Strukturen der Verwaltung sollen erhalten bleiben. "Das hat sich bewährt. Ich baue auf ein erfahrenes Team." Privat baut der Podelwitzer auf die Familie: auf die Eltern und auf seinen Partner. In Kürze steht die Hochzeit an - als weiterer Höhepunkt eines Sommers, der Steffen Brzoskas Leben ziemlich verändert hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.07.2015
Kay Würker

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