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Delitzsch Neuer Chef im Schienenfahrzeugwerk
Region Delitzsch Neuer Chef im Schienenfahrzeugwerk
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17:06 26.09.2011
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. Poschmann kennt den Betrieb schon seit 30 Jahren. Er will ihn weiter auf Wachstumskurs halten.

Es ist bereits der zweite Führungswechsel an der Karl-Marx-Straße binnen 13 Monaten. Sylvia Horst war im August 2010 angetreten, war von der Deutschen Bahn zur Euromaint Rail GmbH gewechselt, die das Schienenfahrzeugwerk Delitzsch betreibt. Nun haben sich die Wege von Euromaint und Sylvia Horst wieder getrennt. Details bleiben intern. Nur so viel: Der Konzern mit Sitz in Mannheim fahre an seinem Delitzscher Standort aktuell eine neue Strategie. Nachdem die bisherigen Leiter von außen hereingeholt wurden, sei nun bewusst ein Mitarbeiter aus dem Hause an die Spitze gesetzt worden, erklärt Poschmann.

Der gebürtige Rostocker hatte im damaligen Reichsbahnausbesserungswerk eine Ausbildung zum Elektromonteur für Freileitungs- und Erdungsanlagen absolviert, war dadurch von der Küste nach Delitzsch gekommen – und geblieben. „Ich habe hier meine Frau kennengelernt", schildert der 46-Jährige. Nach Lehre und Wehrdienstzeit fand er Beschäftigung in der sogenannten Arbeitsaufnahme des Werkes – zur Reparatur abgegebene Schienenfahrzeuge werden dort einer ersten Sichtprüfung unterzogen, um Defekte festzustellen. „Ich habe auf diese Weise jeden technischen Bereich durchlaufen, was bis heute ein Vorteil für mich ist." Weitere Erfahrungen sammelte er in verschiedenen Projekten der Bahn-Tochter DB Instandhaltung. Seit der Übernahme des Delitzscher Werkes durch Euromaint arbeitete Holger Poschmann als Vertriebsleiter.

Das Angebot, an die Führungsspitze des Werkes zu wechseln, sei kurzfristig gekommen. „Eine Herausforderung, die ich gern annehme", sagt Poschmann. „Ich wünsche mir, dass die Kollegen gesund bleiben und weiter aktiv daran arbeiten, dass wir effektiv unsere Ziele erreichen." Ziele, das heißt in erster Linie: Gewinn erwirtschaften, um zu investieren und weiter zu wachsen. „Wir möchten im Bereich der privaten Instandhaltung von Personenfahrzeugen die Nummer eins in Deutschland werden." Nach den rund 22 Millionen Euro Umsatz im Vorjahr werden für 2011 nun 24 Millionen Euro angestrebt. Dafür müsse auch in Nachwuchs investiert werden, sagt der verheiratete Familienvater, der selbst einen Sohn hat. „Der Altersschnitt unter den 263 Mitarbeitern liegt bei 47 Jahren. 2006 haben wir wieder mit der Berufsausbildung im Werk Delitzsch begonnen. Wir haben derzeit 18 Azubis und seit 2010 alle Auslernenden übernommen."

Ein weiterer Baustein in der Nachwuchsförderung soll Ende Oktober in Delitzsch eröffnet werden, teilt die Marketingabteilung von Euromaint mit: ein Euromaint-Trainingscenter für Auszubildende aus allen fünf deutschen Werken. In dieser Lehrwerkstatt sollen sie ausbildungsbegleitend zusätzlich qualifiziert und profiliert werden – speziell auf die Anforderungen bei Euromaint abgestimmt.

Kay Würker

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