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Neuer Delitzscher Verein will Integration vorantreiben

Veranstaltungsarbeit Neuer Delitzscher Verein will Integration vorantreiben

Kein Paukenschlag, wohl aber immer mal ein Trommelwirbel – so will ein neuer Delitzscher Verein auf seine Arbeit aufmerksam machen. InterKULTUR hat sich Fragestellungen der Zeit wie Migration und Integration zum Thema gemacht. Mit einigen Veranstaltungen im Juni will sich das Team bekannt machen, mit lockeren Gesprächsrunden genau wie mit Vorträgen.

An einem Internetauftritt arbeitet der Verein noch, bei Facebook ist er bereits als Interkultur Delitzsch e.V. zu finden.

Quelle: InterKULTUR e.V.

DELITZSCH. Die Notizbücher sind griffbereit, ein paar Tassen Kaffee, ein paar Rauchschwaden, viel reden, diskutieren, planen. Delitzsch hat einen neuen Verein. InterKULTUR Delitzsch nennt er sich und will Migranten ob nun mit der Hilfe bei der Wohnungssuche oder der Vermittlung von Deutschkursen beim Ankommen helfen. Ein langer Werdegang hin zum Eintrag ins Vereinsregister liegt hinter den sieben Mitgliedern, die Zusammenarbeit hinter den Kulissen mit Kirchen und Verbänden läuft bereits. Nun wollen sie mit einer Reihe von Veranstaltungen an die Öffentlichkeit, um Arbeit und Ziele vorzustellen und die Delitzscher für das Thema zu begeistern.

Das Ziel immerhin ist ein großes: Integration. Darum geht es dem Verein nicht nur in seiner ersten Veranstaltungsreihe. Er setzt sich aus Mitgliedern mit und ohne Migrationshintergrund zusammen, ist mitten in der Flüchtlingsdebatte entstanden. „Unser Ziel ist es, Migranten und Deutschen gemeinsam Wissenswertes über Intergration zu vermitteln“, schildert Sven Meyerhofer vom Verein. Es solle ein Austausch zwischen Delitzschern und Migranten entstehen, Kontakte geknüpft werden.

US-Professor engagiert sich zum Start

Unterstützung kommt aus den USA. Christopher Larkosh, Professor an der University of Massachusetts, weilt extra für die Veranstaltungsreihe in Delitzsch. Den Kontakt zu ihm hatten die Vereinsaktiven übers Internet geknüpft. Larkosh beschäftigt sich mit interkulturellen Themen, bezeichnet sich selbst als „engagierten Akademiker“, hat sich intensiv mit dem Thema Flucht und Flüchtlinge auseinandergesetzt. Und er legt viel Wert auf Bildung und Sprache: „Ich fühle mich auch durch die Sprache integriert“, sagt er, „damit kann ich ein Vorbild vielleicht auch für andere sein.“ So beschäftigt sich ein erster Vortrag von ihm am Donnerstag zum Beispiel mit „Integration in anderen Ländern“, Beginn ist um 19.30 Uhr in der evangelischen Gemeinde in der Schloßstraße 6. Einen Tag darauf ist dort das Café International zu Gast und der Professor möchte kurz über Bücher und Bildung und deren Bedeutung für Integration referieren. Das Café International findet am Freitag ab 15 Uhr statt, ehrenamtliche Helfer und Flüchtlinge sollen dies als Plattform für Austausch verstehen. Dazu ist auch eine Sachspende geplant, soll eine kleine Bibliothek eingerichtet werden, aus der sich vor allem Migranten Bücher zum Themenfeld Integration ausleihen können. Sein Bestreben, so Christopher Larkosh, sei es, hier mit Aktiven einen Dialog anzuschieben, der langfristig greift.

Integration ist großes Stichwort

Einen weiteren Vortrag plant der Verein am Sonntag, 19. Juni. „Wie funktioniert Integration in anderen Ländern?“ ist er überschrieben und der Mann aus den USA wird unter anderem seine Heimat betrachten und wie Migration und Integration dort aussehen. Denn eines, sagt er, werde mit dem Vorwahlkampf um das Präsidentenamt deutlich: der Rassismus trete immer offener zu Tage. Ihm als US-Bürger sei ein Kandidat wie Donald Trump mit seinem „antidemokratischen Kurs“ sehr peinlich. Beginn des Vortrags ist um 18 Uhr in der Shisha Lounge an der Ecke von Marien- und Eilenburger Straße. „Dort ist ein regelmäßiger Treff von Migranten und Delitzschern entstanden“, ist Sven Meyerhofer überzeugt. Der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand hilft in jedem Fall der Integration: So ist nach den Veranstaltungen und Sonnenuntergang gemeinsames Kochen und Essen geplant. Es ist schließlich Ramadan. Zugleich schaffe das gemeinsame Kochen eine vertraute, lockere und freundliche Atmosphäre, hoffen die Vereinsleute. Die Delitzscher sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Wer Interesse hat, kann sich bei InterKULTUR in der Ritterstraße 25 oder unter 0152 52816848 und interkultur.delitzsch@gmail.com melden.

Von Christine Jacob

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Delitzsch
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