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Neuer Glanz für altes Gemäuer

Neuer Glanz für altes Gemäuer

Nachdem bereits in den 1990er-Jahren Sanierungsarbeiten an der Zschortauer Kirche St. Nicolai ausgeführt wurden, ist jetzt ein weiterer Abschnitt zur Erhaltung des Gotteshauses abgeschlossen worden.

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"Hohle Zähne" werden herausgerissen

Erstrahlt wieder: Die Kirche in Zschortau ist äußerlich auf neuestem Stand.

Quelle: Manfred Lüttich

Zschortau. Doch wie es oft bei historischen Gebäuden ist, zeigt sich an anderer Stelle neuer Bedarf.

Seit Oktober 2010 liefen die Sanierungsarbeiten an der Außenhülle der Kirche, um sie vor den Witterungseinflüssen zu schützen und ihr ein neues Outfit zu verleihen. Seit den 1970er-Jahren stand das Gebäude ohne Putz im Ort, denn zu DDR-Zeiten war es nie  dazu gekommen, neuen aufzutragen. Und so nagte der Zahn der Zeit am Gemäuer. „Die Pfeiler mussten saniert, Risse am Turm und am Schiff, besonders an der Ostseite, beseitigt werden. Zudem galt es die Fassade neu zu verputzen“, beschreibt Pfarrer Gregor Heimrich den Zustand vor Sanierungsbeginn.

Möglich wurde das Projekt aber nur, weil die Gemeinde auf Mittel aus dem europäischen Förderprogramm Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) zurückgreifen konnte. Insgesamt 176 000 Euro wurden für die Sanierung benötigt. „100 000 Euro davon flossen aus dem Ile-Förderungstopf. 40 000 Euro stammen aus den Rücklagen des Kirchenhaushaltes beziehungsweise sind Zuschüsse des Kirchenkreises. Zur Bereitstellung unseres Eigenanteils mussten wir zudem einen Kredit aufnehmen“, erklärt der Pfarrer.

Das alles hätte aber nicht gereicht, um auch den Anbau an der Nordseite der Kirche, in dem sich die Sakristei befindet, mit zu sanieren. Deshalb startete die Gemeinde im Ort einen Spendenaufruf. 6000 Euro wurden zusätzlich benötigt, fast 9000 Euro sind zusammengekommen. Darunter eine großzügige Sachspende der Agrar- und Umwelt AG. Somit konnte nicht nur der Anbau verputzt werden, sondern auch Holzarbeiten im Turm zur Verbesserung der Statik waren möglich. Dabei seien aber Schäden am Glockenstuhl entdeckt worden, sodass neues Geld, nach ersten Schätzungen 25 000 Euro, benötigt würde.

Dennoch wurde am Sonntag mit einem Gottesdienst der Abschluss dieses Sanierungsabschnittes gefeiert. Sängerinnen und Sänger aus Delitzsch, Zschortau und der Gemeinde Rackwitz sowie Posaunenbläser begleiteten die Kirchenweihe musikalisch. Die Glocken läuteten dabei nur ausnahmsweise und vorläufig, denn sie sind wegen der Schäden im Turm gesperrt.

Die Zschortauer stehen zu ihrer Kirche. Bei der Kollekte am Ende des Gottesdienstes gaben sie für ihre weitere Sanierung 507 Euro. Außerdem freute sich Pfarrer Heimrich über 1000 beziehungsweise 400 Euro, die ihm von zwei Spendern übergeben wurden. Für die Hungerhilfe für Somalia kamen noch einmal 255 Euro zusammen.

Thomas Steingen

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