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Delitzsch Neuer Hort entsteht
Region Delitzsch Neuer Hort entsteht
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16:52 04.10.2010
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. Ein Platzangebot für 177 Kinder hat der Architekt ausgerechnet. Einschließlich eines angeschlossenen Klassenraumes sollen künftig bis zu 212 Schüler ihre Hort-Freizeit in der immer beliebter werdenden Einrichtung in der August-Bebel-Straße verbringen können.

Die Stadt beendet mit der Baumaßnahme einen Ausnahmezustand und lässt sich das mehr als 1,6 Millionen Euro kosten.

Im Moment braucht es noch einige Fantasie, um sich zwischen all den Balken einen Hort vorzustellen – mit Caferia und Computerecke, mit Theater- und Kreativbereich sowie separaten Ruheräumen. Doch Architekt Burkhard Tiepelt ist aus der frühen Fantasiephase längst heraus. Zur Baubesprechung packt er Pläne aus, bezeichnet das Dachgeschoss als hervorragend geeignet. „Abgesehen von den Ruhe- und Rückzugsräumen soll es so offen bleiben, wie es jetzt ist. Auf diese Weise lassen sich gruppenübergreifende pädagogische Konzepte sehr gut umsetzen." Und es gibt Podeste, Schmollecken, gemütliche Winkel ...Natürlich ist dennoch eine Menge zu verändern, schließlich waren es vor allem Brandschutzbelange, die bisher die Nutzung verhinderten. Die Balken sollen ummantelt werden, die Schrägwände erhalten Trockenbauverkleidungen, der Boden wird brandschutzgerecht überarbeitet und dabei gleich mit einer Schalldämmung versehen. Außerdem ist ein zusätzlicher Rettungsweg nötig. Das südliche Treppenhaus der Schule, das derzeit unterhalb des Dachgeschosses endet, muss deshalb um einen Treppenlauf verlängert werden. Der Technische Ausschuss vergab für diese und weitere Arbeiten bereits die Aufträge.Die Zeit drängt. Derzeit gilt für den Hort in der ersten Etage eine befristete Ausnahmegenehmigung, weil statt der 135 zulässigen Kinder 178 in Obhut sind. Ursprünglich war geplant, die Freizeit-Betreuung ins Förderschulgebäude in der Schulstraße ziehen zu lassen – dafür hätten Städtebaumittel zur Verfügung gestanden. Doch der Landkreis als Förderschulträger fand so schnell kein Ausweichquartier und – was von der Stadtverwaltung als viel entscheidender bezeichnet wird – es hätte in den Nutzungsmöglichkeiten durch die Raumgrößen Einschränkungen gegeben. Zudem läge zwischen Schul- und August-Bebel-Straße eine Distanz, die den Hortkindern bei der Alles-unter-einem-Dach-Lösung erspart bleibt.Nun baut die Stadt maßgeblich mit Fördergeldern der Programme Kita Invest und Schulbauförderung. Eigenmittelanteil: gut 1,6 Millionen Euro. Rund 340 000 Euro sind bereits im Haushalt verfügbar, der Rest wurde kürzlich per Stadtratsbeschluss freigelenkt: 700 000 Euro kommen aus der Rücklage, 430 000 Euro aus einem Topf, der eigentlich für die Grundschule Rosenweg reserviert war, mangels Fördermittelzuschuss aber nicht geleert wurde. Ergänzt wird das mit 70 000 Euro dank nicht realisierter Grundstückskäufe und 80 000 Euro aus dem Topf für das Rathaus-Treppenhaus, das nun doch nicht saniert wird.Wenn der neue Hort bezugsfertig ist, soll übrigens der Containeranbau auf der Gebäuderückseite verschwinden.

Kay Würker

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