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Delitzsch Neuer Kunstrasenplatz in Löbnitz: Anwohner befürchten Lärm
Region Delitzsch Neuer Kunstrasenplatz in Löbnitz: Anwohner befürchten Lärm
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09:23 10.05.2016
Auch die Pergola auf dem Schulhof in Löbnitz muss dem neuen Kunstrasenplatz weichen. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Löbnitz

Die Gemeinde Löbnitz bekommt einen neuen Kunstrasenplatz, der sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport genutzt werden soll. Doch Anwohner fürchten dann noch mehr um ihre Ruhe. Bereits jetzt würden Jugendliche und junge Erwachsene das Terrain des Schulhofes für eigene, teils lautstarke Unternehmungen nutzen. „Das geht schon ein halbes Jahr. Wer sorgt dann dafür, dass dort endlich wieder Ruhe und Ordnung herrscht?“, fragte kürzlich eine Anwohnerin in der Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzung.

Von derlei Problemen zeigte sich der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) überrascht, hatte bislang davon nichts gehört. Beim neuen Platz handele es sich nicht um einen allgemein zugänglichen. „Es wird Öffnungszeiten geben, das Tor ist verschließbar und Unbefugte haben dort nichts zu suchen“, sagte Wohlschläger und ergänzte: „Natürlich werden wir es kontrollieren.“

Neuer Sportplatz ist hochwassersicher

Die Löbnitzer kommen in den Genuss des Neubaus, weil der bisherige Sportplatz am Reitstadion vom Hochwasser 2013 in Mitleidenschaft gezogen wurde und es keinen Sinn mache, ihn an gleicher Stelle neu anzulegen. Deshalb habe sich die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Projektkoordinator Bernd Knoblich dazu entschlossen, die Sportanlage neben der Grundschule anzulegen und dafür auch einen Teil des Schulhofes zu nutzen. „Dort, wo bereits der alte Fußballplatz ist, allerdings diesmal größer. 35 Meter breit und 54 Meter lang.“ Es soll ein Kleinfeldfußballplatz mit Kunstrasen und Flutlichtanlage entstehen. Es sei die kleinste Größe, die aber auch für die Fußball-D-Jugend für Punktspiele zugelassen ist. Von den Anwohnern wurde das Vorhaben deshalb wohl auch schon als Sportzentrum betitelt.

Nutzungszeiten eingeschränkt

Dass für den Neubau auch ein Teil des Schulhofes benutzt werden muss, sieht nicht nur Schulleiterin Kathrin Hecht mit Sorge, auch der Elternrat befürchtet, dass der Bewegungsspielraum der Kinder in den Pausen eingeschränkt wird. „Wir freuen uns natürlich riesig über den neuen Platz, aber ein paar Dinge sind dennoch zu beachten“, sagte sie. So werden wahrscheinlich Bäume und Sträucher gefällt werden müssen. Auch eine Pergola, darunter Sitzgelegenheiten für die Schüler, muss beseitigt werden. „Wenn sie schon versetzt werden muss, dann doch gleich dorthin, wo es sinnvoll ist“, erklärte die Schulleiterin. „Beispielsweise direkt an die Sporthalle angrenzend.“

Bürgermeister Wohlschläger versprach, dass man sich über Details gern unterhalten könne, aber eine grundsätzliche Schulhofumgestaltung nicht möglich ist. Planer Bernd Knoblich bestätigte auf Anfrage, dass es Nachpflanzungen von Bäumen geben wird. Er informierte auch darüber, dass eine Baugenehmigung beantragt wurde. Allerdings sieht das Landratsamt den Bau in einem sogenannten allgemeinen Wohngebiet und nicht wie die Gemeinde in einem Mischgebiet. Dadurch sind Nutzungszeiten eingeschränkt. Wie Knoblich erklärte, dürfe der Platz zwei Stunden pro Woche auch in den gesetzlich festgelegten Ruhezeiten betrieben werden. Um den Lärm einzugrenzen, werden geflochtene Ballfangnetze zu den Nachbargrundstücken angebracht. Auch die Tornetze seien schallgedämmt.

Von Ditmar Wohlgemuth

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