Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Neuer Superintendent für Torgau-Delitzsch offiziell im Amt

Neuer Superintendent für Torgau-Delitzsch offiziell im Amt

Propst Johann Schneider, seines Zeichens Regionalbischof der Region Halle-Wittenberg, hätte am Wochenende seine Zelte im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch aufschlagen können.

Voriger Artikel
Meemken erweitert Produktionsstätte
Nächster Artikel
Elk Messerschmidt im Ausland gefragt

Propst Johann Schneider, Regionalbischof von Halle-Wittenberg, verliest die Ernennungsunkunde für den neuen Superintendenten Mathias Imbusch.

Quelle: Andreas Bechert

Delitzsch/Torgau. Gleich zwei wichtige Veranstaltungen fanden unter seiner Mitwirkung statt. In Delitzsch die Frühjahrssynode und in Torgau die Einführung des neuen Superintendenten Mathias Imbusch in sein Amt.

Zu dieser gab es am Sonntag einen Festgottesdienst in der Stadtkirche St. Marien in Torgau. Die Posaunenchöre aus dem Kirchenkreis und der Delitzscher Kantor Jörg Topfstedt an der Orgel sorgten für die musikalische Ausgestaltung. Nach dem festlichen Einzug der Geistlichkeit ergriff Propst Johann Schneider das Wort. Er nahm die von Pfarrer Imbusch für diesen Tag ausgewählte Bibelstelle auf - ein Vers aus dem zweiten Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth. Hier ist die Rede davon, dass wir nun "Botschafter an Christi Statt" wären. Schneider wandte sich an Imbusch mit der Feststellung, dass nun, "nachdem die Gemeinde ihn gewählt und ihm ihren Segen gegeben hat", es an ihm sei, zu schauen, was der Kirchenkreis von ihm wolle. Gemeindebesuche stünden da ebenso auf dem Programm wie der erste persönliche Kontakt zu all jenen, die im täglichen Leben vor Ort das christliche Leben mitgestalten. Nach dem Verlesen der Ernennungsurkunde sowie der Segens- und Sendungsworte überreichte Regionalbischof Schneider die Amtskette. Seinen Dienst als Superintendent hat Mathias Imbusch bereits am 1. Mai begonnen. Noch pendele er zwar täglich zwischen Zeitz und dem Kirchenkreis, doch in den Sommerferien wird dann mit seiner Familie der Umzug nach Delitzsch erfolgen.

Einen Tag zuvor wurde unter Leitung des Zschortauer Pfarrers Daniel Senf die Kreissynode mit einem Abendmahlgottesdienst in der Hospitalkirche in Delitzsch eröffnet. Danach trafen sich die gewählten Vertreter aller Kirchengemeinden im "Haus zu den fünf Kirchen" in der Schlossstraße. Hier eröffnete Präses Dieter Roth die Tagung und berichtete zu Beginn über die Landessynode in Wittenberg, die unter dem Thema "Vom Rückbau zum Umbau" stand. Danach ergriff Pfarrer Matthias Taatz aus Schenkenberg das Wort - und dies zum letzten Mal als amtierender Superintendent des Kirchenkreises. Sein Blick auf die "Lage der Nation" zeigte auf, was sich hier im vorigen halben Jahr alles getan hat. So konnte er einen vorläufigen Schlussstrich unter die Bauprojekte ziehen, die über das EU-Programm Ile respektive Leader mitfinanziert wurden. Es gab 20 Projekte im Kirchenkreis mit einem Bauvolumen von rund 6,4 Millionen Euro. Dafür flossen drei Millionen Euro aus den europäischen Fördertöpfen. Weitere Großprojekte seien zwischenzeitlich in Angriff genommen: Kirchen oder Gemeindehäuser in Beilrode, Zschortau, Delitzsch, Schkeuditz und Bad Düben. Auch das Gemeindeleben habe er in der Zeit seiner Superintendentenvakanz nicht aus dem Blick verloren. Sein Fazit: "Wir dürfen die Menschen in den Dörfern nicht vergessen - dort darf nicht nur Weihnachten ein Gottesdienst gefeiert werden." Zwar gäbe es unterm Strich viele Taufen, Konfirmationen und kirchliche Hochzeiten, "doch bei allem Aktionismus sollte man sich der Frage stellen: Kommt das bei allen Menschen auch an?" Die Verkündigung des Evangeliums sei nach wie vor das oberste Gebot und Glaubensfragen und die Vermittlung christlicher Werte hätten einen hohen Stellenwert.

Taatz verwies auf neue Vorhaben. Passend zur Reformationsdekade "Luther 2017" sollte es gelingen, nicht nur Jugendliche, sondern auch die Eltern und Großeltern einzuladen. Mit Blick auf das "Bodenpersonal Gottes", sprich die Mitarbeiter im Verkündigungsdienst und kirchlichen Angestellten, sprach er von einem "dünnen Personalnetz", wo Ausfälle und Vakanzzeiten für Überbelastung und Stress sorgten. Somit begründet er auch den Antrag des Kreiskirchenrates an die Synode, eine zweite Kreispfarrstelle zu schaffen, um genau in solchen Fällen besser gewappnet zu sein. Nach ausführlicher Diskussion ist dem Antrag zugestimmt worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Andreas Bechert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Delitzsch
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die nächste Runde läuft - jetzt mitmachen und bewerben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr