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Delitzsch Neues Fest mit Feuer und Fackeln
Region Delitzsch Neues Fest mit Feuer und Fackeln
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05:00 03.04.2010
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Delitzsch

Ein Fackel- und Lampionumzug hatte zuvor vom Markt durch die Innenstadtgassen und durchs Rosental geführt – mit den Landsknechten an der Spitze.

Vor allem Familien sind gekommen an diesem Abend vor dem langen Osterwochenende. Mütter, Väter und Großeltern – mit Kind und Kegel, Hund und Fahrrad. Als sich die Menge in Delitzschs guter Stube in Bewegung setzt, um zum Festplatz zu laufen, scheint der Zug fast kein Ende zu nehmen. Auch Passanten und Anwohner reihen sich ein, das Wetter spielt mit, die Stimmung ist prächtig.

Delitzsch. Der Zulauf übertraf alle Erwartungen der Veranstalter: Mehrere Hundert Gäste kamen am Donnerstag zum ersten Delitzscher Osterfeuer auf dem Festplatz am Tiergarten. Ein Fackel- und Lampionumzug hatte zuvor vom Markt durch die Innenstadtgassen und durchs Rosental geführt – mit den Landsknechten an der Spitze.

Für so manchen geht ein kleiner Wunsch in Erfüllung. „Endlich gibt es auch in Delitzsch mal ein Osterfeuer und sogar noch einen Umzug dazu“, freut sich Jens Stefaniak, der zusammen mit seiner Frau Simone und den Töchtern Beatrice und Bianca gekommen ist. „Bislang mussten wir immer in die umliegenden Orte fahren, um so etwas zu erleben.“ Auch Brigitta Krüger genießt den Kurzausflug mit Enkel Tim. Der Neunjährige ist begeistert: Vom Veranstalter hat er, wie viele andere, eine Fackel in die Hand bekommen. „Das ist cool“, findet er. „Und die Uniformen auch.“

Tim zeigt auf die Delitzscher Landsknechte, die den Umzug anführen. Eindrucksvoll ausgestattet, in Gestalt der kaiserlichen Truppen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, marschieren sie vorneweg.

Die Vereinsleute gehören – gemeinsam mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Freiwilligen Feuerwehr der Loberstadt – zum Veranstalterteam des Abends. Die drei Akteure haben sich eigens zusammengefunden, um in Delitzsch eine neue Tradition zu begründen. „Im Grunde war es ein Zufall und eine Idee zur rechten Zeit“, erklärt DRK-Chef Christian Wolff. „Ich war mit den Landsknechten wegen anderer Dinge im Gespräch, und dann kamen wir auf das Thema Osterfeuer.“ Schnell sind sich die Partner einig geworden: Das DRK organisierte, die Feuerwehr kümmerte sich ums Feuer und der Verein der Landknechte um die Showeffekte. Dass das DRK seit Kurzem Betreiber des Festplatzes ist, wo sich eine große Feuerstätte befindet, machte die Planung einfacher. Ebenso der Rummel, der sich als zusätzlicher Publikumsmagnet anbot.

Das Konzept hat Erfolg, wie sich am Donnerstag zeigt: Es kommen weitaus mehr Besucher als erwartet. Da stößt auch die Logistik an ihre Grenzen. „Wir haben 50 bis 60 Fackeln mitgebracht, um wie versprochen jedem Kind eine geben zu können. Das schaffen wir nun doch nicht“, konstatiert Christian Wolff. Auch der vom DRK auf dem Festplatz aufgebaute Gastronomiebereich erweist sich als zu klein. Doch Wolff kündigt bereits an, im nächsten Jahr aufzustocken.

Die Wiederholung des Spektakels zu Ostern 2011 ist also beschlossen? „Von mir aus ja“, sagt Wolff, und auch seine Mitstreiter, Wehrleiter Dieter Franze und Landsknechte-Obrist Frank Schade, nicken zustimmend.

Nur eine Sache gibt es noch auszuräumen. Dass die kaiserlichen Truppen, die eigentlich nach historischer Überlieferung die Stadt verteidigen sollen, am Donnerstag zum Umzugs-Auftakt ausgerechnet das Rathaus unter donnernden „Beschuss“ nehmen, sei so nicht hinnehmbar, sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) schmunzelnd. „Aber das werden wir jetzt gleich beim Bier ausdiskutieren.“

Kay Würker

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