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Delitzsch Neues Markenzeichen: Stofftapete
Region Delitzsch Neues Markenzeichen: Stofftapete
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16:46 17.07.2011
Mit dem Muster der Wandbespannung aus dem Audienzzimmer setzt das Barockschloss-Team auf Wiedererkennung im Tourismus-Marketing. Im nagelneuen Info-Faltblatt ist das Motiv bereits abgedruckt. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

Ziel ist ein Wiedererkennungseffekt: Das Schloss soll sich von anderen Einrichtungen seiner Art im Marketing unterscheiden.

Die Vorbereitungen für den Tapeten-Coup laufen schon seit rund einem Jahr. Damals war Schloss-Mitarbeiterin Isabell Aurin-Miltschus auf der Suche nach neuen Produkten für den Museumsshop im Eingangsbereich. Die Palette an Souvenirs und Geschenkideen  sollte den Charakter des Barockschlosses stärker widerspiegeln. In einem ersten Schritt wurden Bücher und Lesezeichen durch Fächer und Handspiegel im historischen Stil ergänzt. „Aber ich suchte auch etwas Individuelles, das es nur in Delitzsch zu kaufen gibt“, erzählt Aurin-Miltschus.

Mit der Berliner Firma „Museumsshop Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten“ kam sie ins Geschäft. Das Unternehmen betreut die Schlösser im Raum Berlin und Brandenburg. Es liefert unter anderem Büsten, Glasvasen und Schlüsselanhänger als Serienprodukte, bietet aber auch individuelle Lösungen an. Schnell war die Idee geboren, das Muster einer Wandbespannung aus dem Delitzscher Schloss zum Motiv zu machen. „Wir schickten der Firma Fotos der verschiedenen Tapeten aus den Räumen der Beletage – das Muster aus dem Audienzzimmer wurde farblich und gestalterisch als besonders geeignet empfunden“, erklärt Isabell Aurin-Miltschus.

Inzwischen stecke die Produktentwicklung in der Endphase. „Ich hoffe, dass wir ab Herbst die Tassen und Magneten verkaufen können.“ Preise stehen noch nicht fest. Der Urheber des Motivs, die italienische Firma Rubelli, unterstütze das Vorhaben. Sie hat das Päonienmuster auf cremefarbenen Grund zur Verwendung freigegeben, wird auf der Bodenmarke der Tassen genannt.

Ins Delitzscher Schloss kam die florale Optik übrigens in den 1990er-Jahren im Zuge der Sanierung des Audienzzimmers. Sie kommt der ursprünglichen Wandgestaltung recht nahe, wenngleich sie kein Unikat ist: Sie findet sich europaweit auch in einigen anderen Kulturstätten und Hotels.

Kay Wuerker

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