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Delitzsch Neues Zauberhaus geplant
Region Delitzsch Neues Zauberhaus geplant
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18:22 03.06.2011
Aus alt mach neu: Die Kita Zauberhaus soll ein neues Domizil bekommen. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Schenkenberg

Nicht nur bei Eltern und Erziehern ist die Freude groß. Auch der Ortschaftsrat begrüßt den Vorschlag – und die Schenkenberger Blasmusikanten sind froh, dass vom alten Objekt ein Teil erhalten bleiben soll, der ihnen weiter als Quartier dient.

Seit Herbst vergangenen Jahres befindet sich die Kita Zauberhaus auf einer Odyssee mit lange Zeit ungewissem Ausgang. Im September hatte das Landesjugendamt die Einrichtung inspiziert und auf die Beseitigung der baulichen Missstände gedrungen: Fluchtwege mit Stolperstufen, Sanitäranlagen aus den 1980er-Jahren, ein zu enger Krippen-Schlafraum ohne Wickelmöglichkeit ... Bis Ende 2012, so lautete die Vorgabe, müssten die Unzulänglichkeiten beseitigt sein.

Nun liegen Zahlen auf dem Tisch: Rund 1,7 Millionen Euro kostet die Errichtung einer modernen Kita in Passivbauweise – die Rekonstruktion der Altimmobilie auf den gleichen Standard würde mit etwa 2,3 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Entscheidung ist also gefallen, und die für den Standort gleich mit. Auf dem Gelände der ehemaligen Froschmühle in Kertitz soll der Neubau wachsen. Das Areal befindet sich in kommunalem Eigentum. „Detailpläne für das Objekt gibt es noch nicht“, sagt Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) auf Anfrage. Es habe zunächst nur eine Kostenschätzung auf Basis der Kinderzahl und der erforderlichen Quadratmeter stattgefunden. „Wir favorisieren einen Flachbau.“

Das Grundstück ist, trotz allgemeiner grundsätzlicher Zustimmung, nicht unumstritten. Im Ortschaftsrat wurden Bedenken hinsichtlich der zu erwartenden Mückenplage geäußert, da sich der Froschteich in direkter Nachbarschaft befindet. Wie Ortsvorsteherin Gudrun Fritzsch mitteilt, werde derzeit eine Verträglichkeitsprüfung durchgeführt. Federführend ist das Gesundheitsamt. „Nichtsdestotrotz sind wir froh, dass es diese Lösungsvariante gibt“, betont Fritzsch.

Und welche Gefahren birgt der Grundwasserspiegel? Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) sieht keinen Grund zur Sorge. Er verweist unter anderem auf den Storkwitzer Graben, der vom Froschteich zum Lober führt. Der soll im Herbst wieder aktiviert werden, im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme des Bergbausanierers LMBV.

Bleibt die Frage nach der Finanzierung des Kita-Bauvorhabens. Die Stadtverwaltung erwartet Mittel aus der Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung. Ein Antrag soll in diesen Tagen gestellt werden, 450 000 Euro Eigenmittel sind vorsorglich im Haushalt 2012 eingeplant. Auch über Kosten für den Abriss des alten Zauberhauses muss noch gesprochen werden.

Den kompletten Beitrag und welches Konzept das Team der Erzieherinnen derzeit verfolgt, lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung.

K.W./ts/dw

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