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Delitzsch Neueste Endoskopie-Einheit mit noch größerer Auflösung
Region Delitzsch Neueste Endoskopie-Einheit mit noch größerer Auflösung
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00:18 27.11.2016
Chefarzt Axel Tamke (rechts) und Schwester Manuela Pollelin zeigen, welche große Auflösung die Kamera am neuen Endoskop hat. Ihre Porträts werde gestochen scharf auf dem Monitor abgebildet. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Die Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH vollzieht einen technischen Generationswechsel. In den notwendigen Genuss kommt derzeit die Endoskopie-Abteilung der Klinik für Innere Medizin in Delitzsch. Dafür griff das Unternehmen kräftig in die Rücklagen. „Die neue Technik ist deutlich leistungsstärker als der Vorgänger“, erklärte Chefarzt Dr. Axel Tamke, Chef der Inneren. Die zwei neuen komplexen Endoskopie-Einheiten wurden von einem namhaften Marktführer erworben, sie verkörpern den derzeit aktuellsten Stand der Technik. „Damit sind wir etablierten Krankenhäuser der Region beim Thema Endoskopie einen großen Schritt voraus“, teilte der Chefarzt mit.

Untersuchen – erkennen -behandeln

Die Endoskopie (Spiegelung) wird als medizinische Technik verwendet, um ohne oder nur mit einem kleinen chirurgischen Eingriff Körperhöhlen und Hohlorgane zu untersuchen, Krankheiten zu erkennen und gegebenenfalls gleich zu behandeln. Dabei kommt das sogenannte Endoskop zum Einsatz. Jedes Endoskop besitzt eine Kamera beziehungsweise ein optisches System und eine Beleuchtungseinrichtung mit Kaltlicht.

Abgebildet werden die dabei entstandenen Bilder mit dem neuen Gerät im Full-HD-Format, also mit rund zwei Millionen Bildpunkten. Chefarzt Tamke demonstrierte ganz praktisch die hohe Auflösung der Kamera an seiner Handinnenfläche und deren Bildwiedergabe auf dem dazugehörigen größeren Bildschirm. „Full HD ermöglicht es uns, auch kleinere bis kleinste Details mit hoher Schärfe zu erkennen“, sagt der Chefarzt. Der Prozessor des neuen Gerätes sei zudem wesentlich leistungsfähiger, leiser und würde auch deutlich weniger Wärme abstrahlen. Als sehr wesentlich empfand der Chefarzt, dass alle 14 derzeit in der Klinik vorhandenen Endoskope miteinander kompatibel sind, die vorhandenen Reinigungsgeräte für alle genutzt werden können und der wichtige Service auch weiterhin aus einer Hand erfolgt. Mit dem beauftragten Unternehmen habe man sehr gute Erfahrungen gemacht, es gebe keinen Grund zu wechseln.

Gründlichere Diagnose möglich

Für den Patienten, der sich einer Magen-, Darm- oder Lungenspiegelung unterziehen muss, ändert sich nach Ansicht des Chefarztes nur eins: Die Diagnostik wird deutlich gründlicher. Zwar sind auch die Endoskope vom Durchmesser kleiner geworden, doch davon spüre der Patient nichts, weil er bei der Untersuchung zumeist in einem Dämmerschlaf ist.

Die Untersuchungsergebnisse können sowohl als Foto als auch als Video gesichert werden. Sie werden unmittelbar elektronisch mit der Patientenakte verbunden. Über das Datennetz der Klinik kann jeder berechtigte Mediziner darauf zugreifen. Insgesamt verfügt die Klinik jetzt über zwei vollwertige Endoskopie-Einheiten mit insgesamt 14 Endoskopen, wovon eine Einheit mobil ist und im OP eingesetzt werden kann. „Vom Wert her, alles zusammengenommen, steht hier in der Abteilung ein solides Einfamilienhaus“, so der Chefarzt.

Umbau ohne Einschränkungen

Die Endoskopie-Abteilung bietet nach wie vor ambulante Untersuchungen und Operationen im Auftrag der niedergelassenen Haus- und Fachärzte an. „Die derzeit laufenden Umbaumaßnahmen in der Klinik schränken die Arbeit der Abteilung nicht ein“, betonte Chefarzt Tamke. Es stehe lediglich die Station sechs nicht zur Verfügung. Im Falle der Klinik für Innere Medizin erfolgen die ambulanten Koloskopien deshalb über die Station 3. Vier Ärzte, zwei Schwestern und ein Pfleger kümmern sich um die optimale Auslastung der Geräte.

Von Ditmar Wohlgemuth

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