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Delitzsch Neujahrsempfang mit Blick in die Goitzsche-Wildnis
Region Delitzsch Neujahrsempfang mit Blick in die Goitzsche-Wildnis
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17:00 20.01.2019
Die Teilnehmer des Neujahrsempfangs des Goitzsche-Wildnis-Projektes machen auch am Seelhausener See Station. Quelle: Heike Liesaus
Löbnitz

Der Treffpunkt war auf Löbnitzer Seite des Lober-Leine-Kanals: Das Goitzsche-Wildnis-Projekt hatte zu seinem ersten Neujahrsempfang eingeladen. Da kreiste tatsächlich ein Seeadler über den Köpfen. Wie bestellt, aber er war’s natürlich nicht. Organisiert für die Projekt-Freunde und Gäste aus den Kommunen und verschiedenen Organisationen war indessen, wenigstens einen kleinen Ausschnitt von dem zu sehen, worum sich das Projekt der Stiftung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kümmert. Deshalb ging es zum Ausblick auf die Bärenhof-Insel. Sie gehört zu den Goitzsche-Flächen, die sich in Besitz der Stiftung befinden.

Lober-Leine-Kanal im Wandel

Der Lober-Leine-Kanal zeigte sich bei diesem Besuch als stilles Gewässer. Aber er soll nicht bleiben. Der Tagebausanierer LMBV will die künstliche Anlage verlegen. Mehrere Varianten, wie das Wasser der beiden Flüsse künftig das Goitzsche-Gebiet durchqueren sollen, sind im Gespräch. „Das wird uns in diesem Jahr und sicher darüber hinaus beschäftigen“, schätzte Ralf Meyer. Betrachtet werden müssen aus Sicht des BUND vor allem die Auswirkungen auf die Wasserqualität der Seen.

Neuer Leiter der Goitzsche-Wildnis

Ralf Meyer ist seit August Leiter des Projektes, das von Holzweißig aus agiert. Er ist auch BUND-Vorsitzender in Sachsen-Anhalt. Die Stundenzahl als Lehrer für Bio und Chemie hat er reduziert, damit er an zwei Tagen in der Woche für die Goitzsche-Wildnis arbeiten kann. Er sah als zweites wichtiges Thema die Besucherlenkung: „Es ist nicht unsere Position, zu sagen: Toll, ein schickes Naturschutzgebiet. Da muss ein Zaun drumherum. Es muss weggeschlossen werden. Auch wenn es bei uns Totalreservate gibt.“ Um mit der Natur vertraut zu machen, gibt es viele Veranstaltungen. 60 waren es im vergangenen Jahr. Auch 2019 werden Touren, Camps, Fotoworkshops, Themen- und Projekttage angeboten.

Wegweiser durch die Wildnis

Das Goitzsche-Wildnis-Projekt hat 1300 Hektar Fläche des ehemaligen Tagebaugebietes in Besitz. Das Ziel: Die Flächen sollen sich naturnah entwickeln können. Wichtig sei deshalb auch die Beschilderung, so Meyer. Zum einen solche, die zeigt, wo Wege entlangführen, zum anderen Tafeln mit Informationen. Denn es mag spannend sein, was die Natur in der Goitzsche vollbringt, aber für den Wanderer wird es oft nur mit entsprechendem Vorwissen sichtbar.

Von Heike Liesaus

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