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Nordsachsen: Wiedemar und Wiesenena am stärksten vom Hochwasser betroffen

Nordsachsen: Wiedemar und Wiesenena am stärksten vom Hochwasser betroffen

Unaufhörlicher Regen ohne Ende. In Folge der starken Niederschläge kam es auch im Altkreis Delitzsch zu zahlreichen Überschwemmungen. Katastrophenalarm musste nicht ausgerufen werden.

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Das Wasser bahnt sich einen Weg in der Goethestraße. Am tiefsten Punkt zwischen August-Bebel-und Körnerstraße fließt es zusammen.

Quelle: Manfred Lüttich

Kreisgebiet. Dennoch kämpften die Rettungskräfte im Dauerstress gegen die Wassermassen. Häuser waren und sind teilweise nicht zu erreichen, Straßen und Keller überspült. In Wiedemar und Wiesenena stellte sich die Situation besonders dramatisch dar.

„Für Nordsachsen besteht noch keine Katastrophen-Warnstufe, aber es sieht in einigen Kommunen ziemlich brenzlig aus. Die Situation ist ernst, wir stehen in Kontakt mit den Bürgermeisern“, informierte Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU) am Montagabend, gegen 23 Uhr, die Kreiszeitung. Zu diesem Zeitpunkt waren zahlreiche  Kameraden etlicher Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes immer noch voll gefordert.

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Kreisgebiet. Unaufhörlicher Regen ohne Ende. In Folge der starken Niederschläge kam es auch im Altkreis Delitzsch zu zahlreichen Überschwemmungen. Katastrophenalarm musste nicht ausgerufen werden. Dennoch kämpften die Rettungskräfte im Dauerstress gegen die Wassermassen. Häuser waren und sind teilweise nicht zu erreichen, Straßen und Keller überspült.

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Erste Schwerpunkte zeichneten sich schnell ab: Wiedemar und Wiesenena meldeten besonders dramatische Wassereinbrüche. Bis gestern (bis Redaktionsschluss) waren dort 652 Einwohner ohne Strom. In den beiden Orten sind insgesamt 144 Grundstücke mit 160 Haushalten betroffen. Enviam musste die Energiezufuhr wegen Lebensgefahr abschalten. „Das Problem ist, dass aus der benachbarten Gemeinde Kabelsketal in Sachsen-Anhalt die Wassermassen zurückfließen. Wir sind darauf angewiesen, dass Sachsen-Anhalt reagiert und für Abfluss sorgt. Vorher kann der Strom nicht wieder zugeschaltet werden“, sagte Angelika Stoye, Dezernentin der Landkreisverwaltung.

Aber auch in Delitzsch machte sich der Lober in seinem Flussbett mächtig breit, liefen Keller und Straßen voll, gab es Stromausfälle. Die Tiefgarage in der August-Bebel-Straße (Henning-Schröder-Haus) stand meterhoch unter Wasser. In dem als Haus der Wirtschaft bekannten Bau mussten in der Nacht zu Dienstag sogar Bewohner vorsorglich evakuiert werden.

Auch gestern blieben zahlreiche Straßen gesperrt, gingen die Verteidigungsmaßnahmen weiter.

Der Landrat hatte inzwischen einen Arbeitsstab einberufen. Die Mitglieder trafen sich gestern Mittag zu einer ersten Auswertung. Stoye: „Wir haben geklärt, wo wir  die Gemeinden beispielsweise mit Sand und Notstromaggregaten unterstützen können. Wir stellen uns auf eine Hochwasserwarnstufe über drei ein und haben uns über Deichbegehungen verständigt. Anlieger und Anliegerbetriebe sind zu Eigenschutz-Maßnahmen aufgerufen.

Frank Pfütze

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