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Nordsachsen lädt am 27. Dezember zum Rückkehrertag ein

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordsachsen lädt am 27. Dezember zum Rückkehrertag ein

Am Dienstag, dem 27.Dezember, veranstaltet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen mit der Agentur für Arbeit sowie den Städten und Kommunen den Nordsächsischen Rückkehrertag. Die LVZ sprach dazu mit Uta Schladitz, Chefin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen.

Landkreis und Arbeitsagentur laden am 27. Dezember zum Rückkehrertag nach Delitzsch, Eilenburg, Oschatz und auf Schloss Hartenfels (Foto) nach Torgau ein.

Quelle: Wolfgang Sens

Nordsachsen. Rückkehrwillige Weggezogene, Berufspendler und andere Jobinteressierte aufgepasst: Am Dienstag, dem 27. Dezember, veranstaltet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen mit der Agentur für Arbeit sowie den Städten und Kommunen den Nordsächsischen Rückkehrertag. Dazu sind alle Interessierten zwischen 10 und 12 Uhr an vier Standorte eingeladen. An diesem Tag präsentieren sich regionale Unternehmen mit ihren freien Stellen in Delitzsch im Kino „Markt Zwanzig“, in Eilenburg im Bürgerhaus, in Oschatz im Thomas-Müntzer-Haus und in Torgau im Schloss Hartenfels. Die LVZ sprach dazu mit Uta Schladitz, Chefin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen.

Dem ersten Rückkehrertag soll ein zweiter folgen. Warum knüpfen Sie an?

Mit dem Rückkehrertag möchten wir rückkehrwilligen Nordsachsen eine Plattform bieten, die Jobchancen in ihrer Heimat neu auszuloten. Diesem Angebot sind im vergangenen Jahr bereits viele Nordsachsen gefolgt. Außerdem haben wir von den teilnehmenden Unternehmen durchweg positive Resonanz bekommen. Aus diesen Gründen möchten wir den Rückkehrertag als festes Format hier im Landkreis etablieren.

Welche Erfahrungen nehmen Sie mit in den neuen Aktionstag, was wollen Sie eventuell besser oder anders machen?

Wir haben viel positives Feedback bekommen und es ist bereits zu mehreren Anstellungen infolge des Rückkehrertages im vergangenen Jahr gekommen. Dank Förderung aus der Fachkräfteallianz können wir die Veranstaltung in größerem Umfang bewerben. Es läuft dazu eine Onlinekampagne, inklusive Website und Facebook. Wir möchten noch mehr Rückkehrer erreichen. Außerdem streben wir an, den Interessenten eine größere Auswahl an Stellen anzubieten. Dafür ist die Präsenz und die Bereitschaft der Unternehmen am 27. Dezember gefragt. Es geht darum, Engagement für die Fachkräftegewinnung zu zeigen.

Wen sprechen Sie konkret an?

Wir sprechen jeden an, der in Nordsachsen nach einer neuen beruflichen Perspektive sucht. Aus Statistiken geht hervor, dass die sogenannten Rückkehrer häufig sehr gut ausgebildete Fachkräfte sind. Viele entwickeln den Wunsch, in ihre alte Heimat zurückzuziehen, wenn die Phase der Familienplanung näher rückt oder diese bereits begonnen hat. Außerdem möchten wir Berufspendler erreichen.

Wie groß ist der Kreis ihrer potenziellen Besucher?

Seit einigen Jahren ist der Trend erkennbar, dass immer mehr Menschen von West nach Ost wandern bei sinkender Ost-West-Wanderung. Es gibt also immer mehr ostdeutsche Beschäftigte, die in ihre Heimat zurückkehren. Zu diesen Ergebnissen ist eine Studie des Leibnitz-Instituts für Länderkunde gekommen. Im Falle von Nordsachsen sprechen wir von einer Rückkehrerquote von neun bin zehn Prozent.

Von wie vielen Pendlern gehen Sie aus?

Bei der Anzahl der Pendler muss zwischen Ein- und Auspendler unterschieden werden. Die Anzahl der Auspendler, die den Landkreis Nordsachsen verlassen und in einen anderen Landkreis zur Arbeit fahren, liegt bei 35 592. Dazu zählt aber auch der Tauchaer, der täglich nach Leipzig fährt. Diese Zahl wächst stetig. Allein nach Leipzig pendeln täglich 17 420 Beschäftige.

Wie viele Pendler sollen kommen, damit es ein guter Tag wird?

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher und doch auch über jeden einzelnen. Eine Zahl möchte ich nicht nennen. Wichtiger als die Anzahl der Besucher ist, was sich für jeden Besucher aus den Kontakten mit den Unternehmen entwickelt.

Was halten Sie bereit, wollen Sie anbieten, worauf können sich die Besucher freuen, was steht im Programm?

Die Hauptrolle spielen die Unternehmen und die offenen Stellen, die angeboten werden. Nebenbei wird es ein Beratungsangebot zu den Themen Wohnen, Bauen und Kinderbetreuung geben. Wir wollen Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt verlagern möchten, die Möglichkeit eines ganzheitlichen Paketes an die Hand geben. Dazu zählen eben auch die Fragen: Wo kann ich wohnen? Wo gibt es Bauplätze? Wie versorge ich meine Kinder?

Sind auch Sofortvermittlungen möglich?

Auf jeden Fall. Eines der Unternehmen hat mir auch schon angekündigt, Arbeitsverträge mitzubringen, die dann vor Ort noch angepasst werden. Die Interessenten sind auch gut beraten, ihre Unterlagen, Lebenslauf und so weiter dabei zu haben.

Wo besteht momentan der größte Engpass auf dem Arbeitsmarkt?

Laut unseres Partners Agentur für Arbeit wird ein erhöhter Fachkräftebedarf im Gesundheitsbereich gesehen. Außerdem in verschiedenen Bereichen der Industrie, insbesondere dort, wo spezielle Fachkenntnisse gefragt sind. Das betrifft zum Beispiel den Bereich Verfahrenstechnik und die Ingenieurberufe. Beim Rückkehrertag wird allerdings ein bunter Branchenmix vertreten sein.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?

Unser wichtigster Kooperationspartner ist die Agentur für Arbeit Oschatz, die für Nordsachsen zuständig ist. Diese unterstützt uns nicht nur bei der Vorbereitung, sondern auch bei der Veranstaltung vor Ort. Hier wird die Agentur zum einen ihr Beratungsangebot unterbreiten und zum anderen, wenn gewünscht, die konkrete Vermittlung, sollten keine geeigneten Stellen im Angebot sein.

Warum laden Sie am 27. Dezember ein, einen Tag nach Weihnachten?

Die Rückkehrwilligen sind oft familienverbundene Menschen, die die Feiertage in ihrer Heimat Nordsachsen mit ihren Familien verbringen. Meist reicht die Zeit zwar nicht für einen längeren Aufenthalt, doch die zwei, drei Stunden sind an diesem Tag für jeden Interessenten annehmbar.

Interview:

Von Frank Pfütze

Nordsachsen 51.5385972 12.7541738
Nordsachsen
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