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Nordsachsens Bauern sorgen sich um TTIP

Landwirtschaft Nordsachsens Bauern sorgen sich um TTIP

Es wird heiß diskutiert, manche Unwahrheit und Ungenauigkeit wird verbreitet, vieles ist noch gar nicht spruchreif. Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) treibt auch die Bauern in Nordsachsen um.

Auf den Austausch zwischen Landwirten und Konsumenten setzt der Regionalbauernverband unter anderem mit einem eigenen Auftritt im Netzwerk Facebook.

Quelle: Facebook/Regionalbauernverband

DELITZSCH. Wie geht Globalisierung? Was bedeutet sie? Wie wirkt sie sich aus? Muss sie sein? Oder in welcher Form? Fragen, die an kaum einem Landwirt vorbeigehen. Und die immer wieder aufgeworfen werden, geht es um die viel zitierten und heiß diskutierten Pakete mit Namen wie Ceta oder TTIP. Nach viel Hin und Her ist gerade erst das Handelsabkommen Ceta mit Kanada in Sack und Tüten, da beschäftigt die hiesigen Landwirte die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit den Vereinigten Staaten. Dieses hat der Regionalbauernverband „Hermann Schulze-Delitzsch“ daher in den Mittelpunkt seiner Mitgliederversammlung gestellt und am Dienstag zur Diskussion geladen.

Bauern wollen genaue Informationen

„Es gibt Ungereimtheiten im Land und wenig offizielle Statements dazu“, argumentiert Vorstandsvorsitzender Tilo Bischoff. Er selbst habe TTIP gegenüber ein eher ablehnendes Bauchgefühl, fürchte um den Verkauf der Landwirtschaft. Aber nichts genaues weiß man bei diesem Monstrum an Handels- und Investitionsabkommen mit den USA. Der Bauernverband hatte sich daher den EU-Abgeordneten Peter Jahr (CDU) als Referenten und TTIP-Kenner eingeladen. Und der macht eines klar: Im landwirtschaftlichen Bereich ist in Sachen TTIP noch nichts oder nicht viel entschieden oder geklärt. „Das gehört zu den Brocken, die noch kommen werden“, so Jahr. So muss zum Beispiel ganz genau geklärt werden, wie man bei so einem Abkommen wie TTIP mit den regionalen Spezialitäten wie etwa dem Schwarzwälder Schinken, Altenburger Käse oder Nürnberger Rostbratwürstchen umgeht und wie man die behandelt. Am Ende auch ein spannende Frage für Direktvermarkter wie Rudolf Bischoff , der am Dienstag für „Wurst und Schinken vom Wild“ vom Landesamt für Landwirtschaft gleich in mehreren Kategorien ausgezeichnet wurde. In Kupsal bei Krostitz betreibt die Familie einen Hofladen.

Stärkere Beteiligung gewünscht

TTIP ist eine Mammutaufgabe, die nach Anraten Jahrs ohne Eile weitergeführt werden sollte. Immerhin 24 Arbeitsgruppen befassen sich mit TTIP. Sie sollen Spielregeln für den Handel festlegen. TTIP soll den Bürgern sowie großen und kleinen Unternehmen Vorteile bringen durch die Öffnung der US-Märkte für Unternehmen aus der EU, Bürokratieabbau beim Export und neue Vorschriften, die Einfuhren, Ausfuhren und Auslandsinvestitionen vereinfachen. Und es soll für mehr Gerechtigkeit sorgen. Dabei aber, betonte Peter Jahr, sei man in Brüssel auf Beteiligung angewiesen. Insgesamt rief er die Bauern dazu auf, sich zum Beispiel mit Briefen oder Mails zu Wort zu melden, sich generell so stärker in die Diskussionen einzubringen. So kam aus den Reihen der nordsächsischen Landwirte Kritik, lieber Russland als Handelspartner ins Auge zu fassen. Russland sei keine wirtschaftliche Supermacht, argumentierte Jahr dagegen.

Von Christine Jacob

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