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Delitzsch Nun offiziell: Delitzsch ist die Stadt der Türme
Region Delitzsch Nun offiziell: Delitzsch ist die Stadt der Türme
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15:16 19.05.2015
Das neue Werbeschild - mit Halleschem Turm, Schlossturm, Stadtkirche und Breitem Turm (von links). Quelle: Wirtschaftsministerium Sachsen

Ziel ist es, auch die Besucherzahlen in die Höhe zu treiben. Jahrelang war um eine solche Lösung gerungen worden.

Die Nachricht kam unverhofft - am Freitagnachmittag, aus dem sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (wir berichteten). Delitzsch darf an der A 14 werben. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr habe die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der Tafeln erteilt. "Delitzsch ist ein echtes Kleinod mittelalterlicher Städtebaukunst in Sachsen", erklärte Staatsminister Sven Morlok (FDP). "Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich Touristen für einen Abstecher in die Stadt der Türme entscheiden."

Was als knappe Meldung daherkommt, ist der Abschluss langwieriger Vorbereitungen eines erweiterten Außenauftritts - zunächst auf theoretischer Ebene. Der Genehmigungsantrag für die A 14 hingegen steckte über Jahre hinweg im Stau. Denn wer große Info-Schilder an der Autobahn aufstellen will, muss viele Prüfungen durchlaufen. Beteiligt ist daran nicht nur das Verkehrs-, sondern auch das Innenministerium, wegen der touristischen Detailfragen. So hatte Delitzsch zwar bereits im Januar das grundsätzliche Okay aus Dresden, die Tafeln an der A 14 aufstellen zu dürfen, doch die Gestaltung stand noch infrage. Klar war nur: Das Barockschloss allein genügt als Touristenmagnet nicht. Damit wirbt Delitzsch zwar seit Jahren an der A 9, aber inzwischen haben sich die Bedingungen geändert. "Es muss ein Ziel ausgewiesen sein, das jährlich mindestens 25 000 Besucher hat", sagt Delitzschs Wirtschaftsförderin Ricarda Steinbach. Das Delitzscher Zentrum in seiner Gesamtheit knackt diese Gästegrenze. Deshalb wurde lange Zeit der Schriftzug "Altstadt Delitzsch" hoch gehandelt. "Die finale Entscheidungsfindung fand erst in den vergangenen 14 Tagen statt", sagt Ricarda Steinbach.

Und nun? Die Schilder können aufgestellt werden, sobald sie angefertigt sind, teilt das Ministerium mit. Mit mehreren Tausend Euro Kosten ist zu rechnen, Stadtverwaltung und Stadtrat sind nun am Zug. Dieses Jahr bleibt die Stadt der Türme für A-14-Nutzer insofern ganz sicher noch ein Geheimtipp.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2013
Würker, Kay

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