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Delitzsch OBM: „Delitzscher Tafel hat gute Angebote ausgeschlagen“
Region Delitzsch OBM: „Delitzscher Tafel hat gute Angebote ausgeschlagen“
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09:00 27.11.2018
Aus dem Objekt in der Leipziger Straße muss die Delitzscher Tafel bald ausziehen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Dass die Zukunft der Delitzscher Tafel zur Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln wegen drohender Obdachlosigkeit des Vereins derzeit noch immer ungewiss ist, stößt nicht überall nur auf Mitleid. Der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) äußert Unverständnis über die Herangehensweise des Vereins bei der Suche nach einem neuen Objekt.

Stadt selbst hat keine Immobilie

„Die Tafel hat gute Angebote ausgeschlagen“, so Wilde zur Immobiliensuche. Der Landkreis und die Stadt hatten in enger Zusammenarbeit verschiedene Objekte im Besitz des Landkreises vorgeschlagen. Diese wurden allerdings von dem Verein alle abgelehnt. Das und die Argumente für die jeweiligen Ablehnungen könne er nicht nachvollziehen, so Wilde. Die Stadt selber habe aber leider keine Immobilie und sei bei leerstehenden Supermärkten auch nicht der Herr des Handelns, um der Tafel selbst etwas anbieten zu können.

Tafel hat gute Gründe

Angebote wie die Räume der Volkshochschule in der Wittenberger Straße, sobald diese wie vorgesehen in den Unteren Bahnhof gezogen ist, sind aus Sicht der Tafel nicht geeignet. Auch die Schwedenschanze wurde abgelehnt, ebenfalls ein Angebot im einstigen Ziehwerk-Areal. Zunächst sind die Sanierungskosten aus Sicht des Vereins zu hoch. Die Objekte lägen auch zu weit ab vom Schuss, sodass die Bedürftigen nur schwer dorthin kämen und auch den Mitarbeitern, speziell den Mitarbeiterinnen könne man so dunkle Wege in der Einsamkeit nicht zumuten.

Hoffnungsschimmer

Zum 31. Januar muss die Delitzscher Tafel ihr Mietobjekt in der Leipziger Straße aus Kostengründen verlassen, die Suche nach einem neuen Domizil läuft seit Monaten. Nun stünden die Chancen jedoch gut, dass ein neues Objekt gefunden wird und Ende Januar ein Umzug und Neustart an anderer Adresse erfolgen könne.

Von Christine Jacob

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