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Delitzsch Oberschule Delitzsch-Nord erhält mit Sanierung ein völlig anderes Innenleben
Region Delitzsch Oberschule Delitzsch-Nord erhält mit Sanierung ein völlig anderes Innenleben
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14:19 02.03.2018
Danielo Läuter, Auszubildender der Firma Pollok Bau, montiert am Anbau der Oberschule Delitzsch Nord eine Schalung. Im Hintergrund sind die Öffnungen für das neue Haupttreppenhaus zu sehen. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Nur noch diese Woche verbleibt den Schülern von den diesjährigen Sommerferien. Kommenden Montag startet das neue Schuljahr. Die Mädchen und Jungen der Oberschule Delitzsch Nord werden das Unterrichtsjahr 2017/2018 noch einmal in ihrem Ausweichquartier, Straße der Freundschaft 2, absolvieren, denn ihr eigentliches Schulgebäude ist noch Baustelle.

Ende März 2016 hatte der Delitzscher Stadtrat den Beschluss gefasst, die Oberschule für rund 7,5 Millionen Euro zu sanieren. Im Juli desselben Jahres war offizieller Baubeginn. In den Sommerferien 2018 soll die Oberschule Nord dann in ihr angestammtes Domizil zurück können, sagt Petra Wenzel von der Architekten GmbH Nitschke & Kollegen, die mit der Generalplanung und Bauüberwachung beauftragt ist. Gegenwärtig läuft die Rohinstallation.

Allerdings werden die Lehrer und Schüler ihre Schule dann wohl kaum wieder erkennen, denn bis auf die äußere Hülle des Hauptgebäudes und zwei Treppenaufgänge wird in der Einrichtung so gut wie alles umgekrempelt und nach neusten Standards modernisiert. Dazu gehören unter anderem neue Fenster, ein neues Raumkonzept, Fahrstuhl, behindertengerechte Zugänge und Toiletten sowie eine Be- und Entlüftungsanlage für den gesamten Gebäudekomplex.

Größere Klassenräume

„Im Gebäude waren unzählige Kernbohrungen vonnöten, um Rohre und Kabel von Etage zu Etage beziehungsweise Raum zu Raum zu verlegen“, erklärt Wenzel bei einem Rundgang. Die Klassenräume werden künftig mit durchschnittlich 50 Quadratmeter Fläche fünf bis sechs Quadratmeter größer sein als bisher und dementsprechend mehr Schüler fassen. Deshalb mussten Wände abgebrochen und versetzt werden. „Aus statischen Gründen war es zudem erforderlich, zusätzlich Stahlträger einzubauen“, so die Planerin.

Den neuen Raumkonzept gewichen ist der mittlere Treppenaufgang. Dafür wird die Schule künftig über einen Fahrstuhl verfügen, der an der Nordseite in das Bestandsgebäudes integriert wird. Die drei Oberen Etagen der Schule sind räumlich in etwa deckungsgleich. Das Erdgeschoss ist Funktionsräumen vorbehalten. Dort sind auch Sekretariat, Schulleitung und Lehrerzimmer angesiedelt. Auch diese Räume würden großzügiger, sagt Michael Richter, der seitens der Stadt das Vorhaben betreut. „Die Lehrer erhalten separate Arbeitsplätze, an denen sie sich in Ruhe vorbereiten können.“ Im Kellergeschoss sind fachbezogene Räume für das Ganztagsangebot, Hausmeisterwerkstatt und Werkraum vorgesehen.

Neue Sporthalle

Die millionenschwere Investition umfasst aber nicht nur die Sanierung des alten Schulgebäudes, sondern in dessen unmittelbarer Nachbarschaft entsteht eine neue Zweifelder-Halle mit einer Sportfläche von 22 mal 44 Metern. Bauherr dafür ist die Wohnungsgesellschaft Delitzsch. Dieses Projekt wird rund 3,2 Millionen Euro kosten. Dafür werden über die Sportförderrichtlinie 50 Prozent der förderfähigen Kosten, das sind rund 1,4 Millionen Euro, als Zuschuss ausgereicht. In der Halle läuft derzeit der Innenausbau. Nach Fertigstellung, die im Spätherbst geplant ist, soll die alte Turnhalle daneben abgerissen werden. Für den Abriss hat die Stadt weitere rund 200 000 Euro eingeplant.

Schulhaus und Sporthalle verbindet ein Anbau, der bereits als Rohbau an der Nordseite der Schule entstanden ist. Er wird der zentrale Punkt des Gebäudekomplexes. In ihm werden sich eine Mensa, die Schulküche und ein Schülercafé befinden. „Die Mensa wird so gestaltet, dass sie auch für Veranstaltungen genutzt werden kann“, erklärt Michael Richter. Der Anbau wird zugleich auch Haupteingang zu Schule und Sporthalle sein.

Von Thomas Steingen

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